28.10.2020 - 11:42 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Viel Öko in der Modellregion

Die Öko-Modellregion Naturparkland Oberpfälzer Wald umfasst zehn Gemeinden aus dem Osten des Landkreises. Im Marktrat Leuchtenberg stellte Cornelia Strigl das Projekt vor.

Öko bei der Schulverpflegung. Cornelia Strigl übergibt Öko-Boxen für die Pausenverpflegung. , die von den Kindern mit Spannung geöffnet werden.
von Ernst FrischholzProfil

Cornelia Strigl ist Projektleiterin der Öko-Modellregion (ÖMR) Naturparkland Oberpfälzer Wald. Den Rahmen bilden die Förderung des Ökolandbaus, Projektunterstützung auf kommunaler Ebene, die Vernetzung regionaler Akteure und Infoangebote, sagte sie beim Besuch im Marktrat. Floß, Waldthurn, Vohenstrauß, Georgenberg, Pleystein, Waidhaus, Leuchtenberg, Tännesberg, Moosbach und Eslarn sind die zehn Kommunen der ÖMR-Naturparkland.

Zu den aktuellen Projekten zählen die Bio-Regionale Versorgung in den Kommunen, Infoveranstaltungen für Landwirte und ein Bio-Regionaler Geschenkkorb für Ehrungen. Daneben gibt es die Bio-Gemeinschaftsverpflegung an Schulen und Kindergärten wie etwa die Bio-Brotboxen für Erstklässler. Weitere Projekte in dne zehn Mitgliedskommunen betreffen den Erhalt von Streuobstwiesen wie in Steinach oder die Bio-Zertifizierung des Rebhuhnzoigls in Eslarn. Daneben gibt es einen Bio-Bauernstammtisch, einen Bio-regionalen Laden nur mit Produkten der Region sowie einen Bio-Onlineshop. Ganz oben stehe auch die Bewusstseinsbildung.

Öko-Modellregionen Steinwald und Stiftland stellen sich in Broschüre vor

Falkenberg

Sromkabel und zwei Häuser

Im weiteren Sitzungsverlauf erteilte das Gremium zwei Bauvoranfragen für Einfamilienhäuser in Döllnitz und Leuchtenberg das gemeindliche Einvernehmen. Zudem ging es um die Verlegungen von Stromkabeln im Straßenkörper in Bernrieth und Unternankau. Zustimmung gab es für die Querung per Spülbohrung. Ein Aufschneiden der Asphaltdecke dürfe nicht sein.

Bankerl als Treffpunkt

Die Förderung von Maßnahmen im Rahmen des Regionalbudgets durch das Amt für ländliche Entwicklung erläuterte Bürgermeister Anton Kappl. "Hier sind Kleinmaßnahmen ohne großen Aufwand bis zu 20.000 Euro angedacht, die bis zu 80 Prozent gefördert werden können." Kappl selbst konnte sich als Beispiel für ein Projekt eine Erweiterung der Ausstellung in der Burgkapelle vorstellen. Florian Ermer regte die Schaffung eines Wanderparkplatzes an der Burgmühle an, Gerlinde Janker eine Hinweistafel über Wanderwege im Bereich Buswendeplatz und Dominik Adam Sitzgelegenheiten in den Dörfern als Treffpunkte. "Eine Realisierung werden wir ausloten", versicherte Bürgermeister Kappl.

Wanderweg freischneiden

In den Vorjahren habe es keine Ideen gegeben, Maßnahmen beim Naturpark zu beantragen. Jetzt erinnerte Gerd Scharff an den etwa 500 Meter langen Flurweg von der ehemaligen Jugendherberge zum Insektenhotel. Die Obstbäume am Rand würden so wachsen, dass der Weg selbst für Wanderer kaum mehr passierbar sei. Bürgermeister Kappl konnte sich vorstellen, dass eine solche Maßnahme Aufnahme in die Förderung für 2021 findet.

Photovoltaik

Abzustimmen galt es weiter über einen Antrag zur Errichtung einer Photovoltaik-Freiflächenanlage an der Straße nach Kaimling. Das Gremium stellte das Ansinnen zunächst zurück, weil derzeit ein Konzept für Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Arbeit ist. Gemeindechef Kappl merkte dazu an, dass neben diesem Antrag weitere vier Anträge in der Warteschleife stehen.

Öko-Modellregionen:

Oberpfalz sechsmal vertreten

Von den 27 bayerischen Öko-Modellregionen finden sich sechs in der Oberpfalz. Drei weitere grenzen direkt an:

  • Amberg-Sulzbach und Stadt Amberg
  • Naturparkland Oberpfälzer Wald
  • Neumarkt i.d. OPf.
  • Region Regensburg
  • Steinwald-Allianz
  • Stiftland
  • Nürnberg, Nürnberger Land, Roth
  • Fränkische Schweiz
  • Siebenstern

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.