09.10.2020 - 10:16 Uhr
LeuchtenbergOberpfalz

Viel zu schnell: Lkw mit 99 km/h auf der Bundesstraße

Ein türkischer Lkw-Fahrer war auf der B 22 viel zu schnell unterwegs. Erlaubt sind 60 km/h, der Mann fuhr 99 km/h.

Die Verkehrspolizei Weiden stellt bei einem türkischen Lastwagenfahrer erhebliche Verstöße fest.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Bei der Kontrolle eines türkischen Sattelzuges stellte die Verkehrspolizeiinspektion Weiden erhebliche Geschwindigkeits- und Lenkzeitüberschreitungen fest. Am Dienstag gegen 9.30 Uhr kontrollierten Beamte der Schwerverkehrskontrollgruppe der Verkehrspolizeiinspektion Weiden auf der B 22 einen türkischen Sattelzug mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 40 Tonnen. Anhand der Geschwindigkeitsaufzeichnungen im digitalen Kontrollgerät konnten die Beamten feststellen, dass der 39-jährige türkische Lkw-Fahrer mit einer Geschwindigkeit von 99 km/h über die Bundesstraße gedonnert war.

Das Kontrollgerät zeichnet wesentliche Nutzungsdaten über das Fahrzeug, insbesondere aber auch die Lenk- und Ruhezeiten, sowie die gefahrene Geschwindigkeit gerichtsverwertbar auf. Für Kraftfahrzeuge von mehr als 7,5 Tonnen gilt auf Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h, sowie 80 km/h auf Bundesautobahnen.

Alleine dieser Verstoß wird mit 160 Euro Bußgeld, sowie 2 Punkten im Fahreignungsregister geahndet. Außerdem hatte sich der Fahrer nicht an die Lenk-und Ruhezeiten gehalten. Zum einen überschritt er die erlaubte Tageslenkzeit um 3.32 Stunden und zum anderen hielt er sich dreimal nicht an die wöchentliche Ruhezeit von 45 Stunden, die er jeweils auf 24 Stunden ohne den erforderlichen Ausgleich verbotswidrig verkürzte. Auch hier wird ein Bußgeld in Höhe von mindestens 870 Euro fällig.

"Die Vorschriften dienen nicht nur der Chancengleichheit im gewerblichen Güterverkehr, sondern schützen auch das eingesetzte Fahrpersonal vor Ermüdungserscheinungen und Aufmerksamkeitsdefiziten", schreibt die Verkehrspolizei in ihrer Pressemeldung. Immer wieder ereignen sich schwerste Unfälle, weil gerade Lkw-Fahrer während der Fahrt einschlafen oder übermüdet sind und von der Fahrbahn abkommen oder ungebremst auf den Vordermann auffahren oder in den Gegenverkehr geraten.

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