Rund 100 Gesellinnen und Gesellen aus ganz Bayern sind am vergangenen Freitag, 30. Oktober, in der Meistersingerhalle in Nürnberg als Landessieger der Deutschen Meisterschaft im Handwerk ausgezeichnet worden. 18 von ihnen stammen aus Niederbayern und der Oberpfalz. Diese Nachwuchskräfte haben sich in ihren jeweiligen Gewerken gegen die Konkurrenz durchgesetzt und zählen damit zu den besten in Bayern, wie die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz mitteilt.
HWK-Präsident Dr. Georg Haber und HWK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Kilger gratulierten den ostbayerischen Spitzenfachkräften persönlich. „Ostbayern ist Handwerkerland! Das stellt unser Nachwuchs bei der Deutschen Meisterschaft im Handwerk Jahr für Jahr eindrucksvoll unter Beweis. Wir sind sehr stolz auf unsere jungen Spitzenfachkräfte und ihre herausragenden Leistungen“, betonte Haber. Mit dem Landessieg haben die ostbayerischen Nachwuchskräfte die nächste Etappe des Wettbewerbs erreicht: den Bundesentscheid. Dafür wünschten Haber und Kilger den Siegerinnen und Siegern viel Erfolg.
Michelle Thier aus Leuchtenberg (Landkreis Neustadt/WN) holte den Landessieg als beste Elektronikerin (Automatisierungs- und Systemtechnik). Sie arbeitet bei Witron Logistik + Informatik in Parkstein. Der beste Brauer und Mälzer Bayerns ist Simon Strasser aus Neunburg vorm Wald (Landkreis Schwandorf). Sein Lehrbetrieb ist die Genossenschaftsbrauerei in Rötz. Als bester Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker wurde Johannes Bruhn aus Königstein (Landkreis Amberg-Sulzbach) ausgezeichnet. Er arbeitet im Betrieb Reiner Donhauser in Illschwang.
Die Deutsche Meisterschaft im Handwerk hat eine lange Tradition: Seit 1951 treten Nachwuchskräfte in rund 120 Gewerken gegeneinander an. Der Wettbewerb zählt zu den größten und traditionsreichsten seiner Art in Europa. Die Ermittlung der Besten erfolgt in drei Stufen: Zunächst auf Kammer-, anschließend auf Landes- und schließlich auf Bundesebene. Dabei gibt es unterschiedliche Wege zum Sieg: Einige Teilnehmer überzeugen mit einer Arbeitsprobe, andere reichen ihr Gesellenstück ein, das von einer Prüfungskommission bewertet wird. Wieder andere setzen sich durch herausragende Ergebnisse bei ihrer Gesellen- oder Abschlussprüfung vor einem überregionalen Prüfungsausschuss durch. Die Bundessieger werden am 5. Dezember in Berlin ausgezeichnet.















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