Hubert und Angelika Bittner wohnen in Fuchsmühl. Beide sind begeisterte Fahrradfahrer, die in ihrer Freizeit oft auch den Vizinalbahnradweg auf der ehemaligen Bahntrasse Wiesau–Tirschenreuth-Bärnau befahren. Eines aber stört die radelnden Freizeitsportler und das sind die rot-weißen Doppelschranken, die an der querenden Straße von Leugas nach Schönhaid - an beiden Kreuzungspunkten - für deutlich mehr Sicherheit sorgen sollen.
„So wie sie hier angebracht sind, bedeuten sie aber ein Hindernis“, mahnt Hubert Bitter, der die Initiative ergriffen hat. Er fordert eine Nachbesserung der Barrieren. Laut Bitter teile er die Kritik mit vielen anderen, die den Radweg ebenfalls nutzen. Als Beweis dafür deutet er auf die malträtierten Stellen, die die beiden Metallpaare seit langem „zieren“. „Die deutlichen Kratzer rühren von regelmäßigen Karambolagen her“, kommentiert der Fuchsmühler die zahlreichen Beschädigungen. Zudem stört es ihn, dass sich die 1,60 Meter breiten und in einigem Abstand eng gegenüberstehenden Halbschranken einige Zentimeter auch überlappen und damit das Durchfahren erschweren.
„Muss das so sein?“, ärgert er sich auch beim vereinbarten Ortstermin, zu dem ihn die Mitarbeiterinnen aus dem Amt für Sicherheit und Ordnung im Rathaus Wiesau, Martina Bauer und Christina Heinl, an die Radweg- beziehungsweise an die Straßenkreuzung bei Leugas - einem ehemaligen, unbeschrankten Bahnübergang - gebeten haben. Unterstützt werden die zuständigen Ansprechpartnerinnen in der Verwaltungsgemeinschaft Wiesau vom Leiter des Bauhofs, Michael Klarner, der in aller Deutlichkeit auf die geforderte Sicherheit an der gefährlichen Straßen-/Radwegkreuzung hinweist. „Und die hat Vorrang“, lautet Klarners Fazit.
Gefährliche andere Stellen kennt Hubert Bittner aber nicht nur bei Leugas. Der Fuchsmühler erinnert im Anschluss an das Treffen auch auf den von Fahrradfahrern viel genutzten Weg, der von Mühlhof nach Fuchsmühl führt. „Bei der Einmündung am Übungsgelände der Schäferhundefreunde in die Verbindungsstraße nach Güttern beziehungsweise Fuchsmühl fehlt aber eine entsprechende Schranke, die dort genauso notwendig wäre“, bedauert der Fuchsmühler Oberpfalz-Medien gegenüber. Es sei dort zweifellos nicht weniger gefährlich als bei Leugas, wirft der Fuchsmühler ein.
Eine endgültige Entscheidung, wie in der Sache „Sicherheitsbarrieren am Vizinalbahnradweg“ bei Leugas verfahren werden soll, überlässt man aber dem Gemeinderat, der sich in der nächsten Sitzung damit befassen soll. Dies bestätigt Martina Bauer noch beim Ortstermin. "Wir müssen uns der Sache annehmen", ergänzt die Sachbearbeiterin und verspricht, dass sie dazu ergänzend auch eine entsprechende Stellungnahme abgeben werde. Zudem habe man vor einiger Zeit bereits Rücksprache mit dem Landratsamt gehalten, um die Sperrung prüfen zu lassen. „Dabei kam es zu keinerlei Beanstandung", fügt Martina Bauer hinzu - mit Blick auf die in ihren Augen wichtige Sicherheitseinrichtung am viel genutzten Fahrradweg.


















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