18.08.2019 - 14:53 Uhr
Lind bei OberviechtachOberpfalz

Im Herzen lebt der "Kini" weiter

Dass König Ludwig II. "unsterblich" ist und in den Herzen ewig weiterlebt, beweisen die "Königstreuen Lind" alljährlich mit ihrem "Kinifest" in der Taverne. Böllerschießen und eine Schlachtschüssel samt Blasmusik gehören dazu.

Nach alter Tradition wird das „Kinifest“ von den Böllerschützen mit einer langsamen Reihe, einer schnellen Reihe und einem Salut mit gleich drei Kanonen (rechts) zu Ehren des "Kinis“ angeschossen.
von Christof FröhlichProfil
Immer ein Traum ist die legendäre Schlachtschüssel aus der „Königsküche“. Da stand man gerne ein wenig an.
Für die Kinder war wieder ein tolles Programm vorbereitet. Da konnten die Erwachsenen in Ruhe feiern.
Für den „Königstreuen-Nachwuchs“ ist bestens gesorgt.
Für den „Königstreuen-Nachwuchs“ ist bestens gesorgt.
Die Kapelle „Bayerisch Blech“ spielte am Samstagabend zünftig auf.
Schon am frühen Abend ließen sich die „Hauserener“(links), die ihr Burgfest schon hinter sich haben, die Schlachtschüssel schmecken, wozu die Kapelle „Bayerisch Blech“ (im Hintergrund) aufspielte.
Gutgelaunt ist auf den "Kini "(oben) angestoßen worden

(frd) Das "Kinifest" zu Ehren König Ludwig II. wird in jedem Jahr mit gutem Essen, bayerisch, bodenständiger Musik, und einer guten Betreuung der zahlreich anwesenden Gäste gefeiert. Am Samstagabend gab es bayerisch- böhmische Blasmusik, am Sonntag einen Frühschoppen und ein Musikschmankerl vor dem Mittagessen. Danach dehnt sich die Feier bei Kaffee und Kuchen bis hinein in den Nachmittag aus.

Donnender Salut

Der "Bayernkini", König Ludwig II. hat sich in der bayerischen Geschichte als leidenschaftlicher Schlossbauherr - Zeitzeugen sind die Schlösser Neuschwanstein, Herrenchiemsee und Linderhof - Denkmäler gesetzt und wird von den Königstreuen Lind als der "Kini" verehrt, der unter mysteriösen Umständen im Starnberger See ertrunken sein soll. Vielleicht auch gerade wegen der Todesumstände, um die sich kuriose Geschichten ranken, verehren die "Königstreuen" ihren "Kini". Er ist für sie eine Art Märchenfigur und Märtyrer zugleich.

Das Anschießen des Kinifestes erfolgte wie jedes Jahr am frühen Samstagabend durch die Pirkhofer Böllerschützen und die Böllerschützen aus Windisch- Eschenbach mit Einzelfeuer, Reihenfeuer und einem Ehrensalut aus den Hand- und Schaftböllern, der in diesem Jahr gleich von drei mächtigen Kanonen unterstützt wurde.

Im Zelt und im Stodl nahe dem Landgasthof "Taverne" in Lind war schon kurz nach dem Anschießen voller Festbetrieb und die Kapelle "Bayerisch Blech" bot beste Livemusik. Sie mischte sich immer wieder unter die Gäste, um Sonderwünsche zu erfüllen oder "hautnah" für gute Stimmung zu sorgen. Einmal mehr verteilten die Musikanten an die Damen "Rosen der Liebe", setzten ihnen sogar einen "Kleinen Floh" ins Ohr " und machten den zahlreichen Gästen klar, dass es im Himmel kein Bier gibt, weshalb sie es lieber beim "Kinifest" trinken sollten.

Auch für die Kinder war mit einem abwechslungsreichen Spielprogramm bestens vorgesorgt. Da konnten die Erwachsenen in Ruhe feiern und sich auch einen kleinen Stimmungsmacher genehmigen. Natürlich gab es am Samstagabend wieder die traditionelle Schlachtschüssel, für die Gäste gerne ein wenig Anstehen in Kauf nahmen.

Musik und Schmankerln

Am Sonntag folgte it der "Sau am Spieß" ein kulinarischer und mit den "Blechaposteln" ein musikalischer Leckerbissen, die beide ganz nach dem Geschmack der Kinifestbesucher waren. Bei Kaffee, Kuchen und guten Gesprächen klang am Sonntagnachmittag das "Kinifest" aus. Doch bereits am kommenden Sonntag kann beim "Bartholomäusfest" in Wildeppenried schon wieder weitergefeiert werden.

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