23.06.2019 - 13:01 Uhr
Lind bei OberviechtachOberpfalz

Verliebt in alte Motorräder: Über 100 "NSU Max" in Lind

Als „traumhaft“ bezeichnen Teilnehmer das NSU-Max-Treffen in Lind. Einige Familien sind mit drei Generationen zu diesem „Motorrad-Familienfest“ angereist.

von Christof FröhlichProfil

Zur „Motorrad-Hochburg“ hat sich der Landgasthof „Taverne“ in Lind entwickelt, denn zwei Wochenenden nacheinander stand der Oberviechtacher Ortsteil zunächst im Zeichen von „Ardies“ und danach von „NSU Max“- Zweirädern.

Bereits am Fronleichnamstag ist ein Großteil der „NSU-Max-Interessengemeinschaft“ in Lind eingetroffen, wobei einige von ihnen eine Anreise von über 650 Kilometern auf ihrer „250er Max“ in Kauf genommen haben; am Sonntag naütrlich wieder retour. Da auch Teilnehmer aus Australien, Norwegen und Holland zu diesem 27. NSU-Max-Treffen nach Lind angereist sind, kann es durchaus auch als „Internationales Max-Treffen“ bezeichnet werden.

Immerhin sind von diesen populären 250er Motorrädern, die in den 1950er und 1960er Jahren gebaut worden sind, weltweit 100 000 Exemplare verkauft worden. Noch heute sind alleine in Deutschland 2000 NSU Max angemeldet, viele von ihnen werden auch noch gefahren.

Als eine besonders seltene NSU Max kann die „Scrambler“ bezeichnet werden, mit der der Vorsitzende der NSU-Max-Interessengemeinschaft, Dieter Kaiser, zu diesem Treffen gekommen ist – da es davon in Deutschland nur noch drei Maschinen gibt, wovon zwei in Museen stehen. Auch ein „Hingucker“ war die NSU-Rennmax, denn auf diesem Typ ist Werner Haas 1953 und 1954 Weltmeister in der 250er Klasse geworden und hat 1954 damit jedes Rennen gewonnen, an dem er teilgenommen hat.

Am Freitag- und am Samstagvormittag haben jeweils geführte Ausfahren über 95 Kilometer und 50 Kilometer stattgefunden, von denen die Biker begeistert von der schönen Gegend zurückgekommen sind.

Der Nachmittag galt Fachgesprächen, Tüfteleien an den geliebten Objekten und dem Erfahrungsaustausch, doch auch die Erholung mit der Familie kam nicht zu kurz, wobei die Familie Reger als immer wieder gelobter Gastgeber dafür sorgte, dass es den „NSU-Max-Freunden“ an nichts fehlte und sie am Sonntag mit dem Gefühl, ein gelungenes Treffen erlebt zu haben, die Heimreise antraten.

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