10.02.2019 - 16:47 Uhr
Lintach bei FreudenbergOberpfalz

Lintacher Sänger sagen Servus

Fast 30 Jahre waren die Lintacher Sänger weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. So mancher Abend wurde von ihnen gestaltet, doch nicht nur das, er wurde durch ihren Gesang zu etwas Besonderem.

Abschiedskonzert der Lintacher Sänger mit (von links) Otto Meier, Fritz Rumpler, Johann Schwarz, Hans Ries und Walter Jokiel

Dass sie beim Publikum auch nach 30 Jahren immer noch gut ankommen, war beim Abschlussabend im Gasthaus Rehaber deutlich zu sehen. Der Saal und das Nebenzimmer platzten aus allen Nähten. Ihre Fans waren mit einem lachenden Auge und einem weinenden Auge gekommen. Lag vor ihnen doch ein musikalisch außergewöhnlicher Abend, doch leider auch der letzte dieser Art. Doch die Hoffnung auf eine Umkehr dieses Entschlusses, hatte auch schon Pfarrer Robert Kratzer in seinen Schlussworten vor dem Segen beim vorangegangen Abschlussgottesdienst in der Lintacher Kirche geäußert. So mancher Gast hatte dies bestimmt auch in seinen Gedanken.

Bei diesem Abend wurden die fünf Lintacher wieder begleitet von den Blechernen Sait'n, also von Ingrid und Franz Gericke, sowie von Sepp Donhauser an der Gitarre. Ein musikalisches Stück nach dem anderen war zu hören. Nicht nur die Lintacher Sänger unterhielten mit ihren Mundartgesängen die Gäste zum Abschied. Auch die Blechernen Sait'n ernteten so manchen Lacher mit ihren Einlagen.

Verabschiedet wurden die Sänger auch von Kreisheimatpflegerin Martha Pruy. In ihrer Dankesrede ging sie auf viele gemeinsame unterhaltende denkwürdige Abende ein. Auch Hans Strobl von den Wutschdorfer Sängern, verabschiedete die Kollegen mit einer Gesangseinlage. Auch verschiedene von den Gästen erzählten Witze rundeten den sehr gelungenen Abend ab. Walter Jokiel formulierte es in seiner Abschlussrede für die Sänger so: "Alles hat seine Zeit - und wir haben uns entschieden, dass das nun der Fall ist." Er erinnerte an einige Gesangstars, die sich auch von ihrem Publikum verabschiedet haben, wie die Amigos, Roland Kaiser und Howard Carpendale. Alle seien wieder zurückgekommen. Er ließ hoffen, "schau'n wir mal, wie es bei uns in den nächsten Jahren so ausschaut". Auf Nachfrage war von den Sängern zu hören, dass "der Abschied nicht leicht fällt, ein Schmerz ging durchs Herz, als sich ein Abschied abzeichnete". Ein schöner und musikalisch außergewöhnlicher Abend ging zu Ende. Und was bleibt, ist die Hoffnung auf eine Fortsetzung.

Info:

Hintergrund

Zu den Lintacher Sängern gehörten neben ihrem Leiter Otto Meier, Fritz Rumpler, Johann Schwarz, Hans Ries und Walter Jokiel. Früher sagten schon Manfred Gres und Karl Vollmer Servus. Ihr Liedgut umfasst neben unzähligen Mundartliedern auch viele kirchliche Musikstücke. Die Gründung erfolgte offiziell im Jahr 1990. Doch eigentlich waren die Lintacher Sänger schon 1989 musikalisch in Wirtshäusern unterwegs. Die Ära Lintacher Sänger endet somit nach 30 Jahren.

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