20.01.2020 - 11:57 Uhr
Löschwitz bei KemnathOberpfalz

Aktive Wehr für alle eine Freude

Die Feuerwehr Löschwitz/Kaibitz freute sich in ihrer Jahreshauptversammlung über viel Lob. Auch der Nachwuchs ist aktiv. Die Feuerwehr hält die Dorfgemeinschaft am Leben.

Bürgermeister Werner Nickl ist begeistert von der freiwilligen Feuerwerhr Löschwitz-Kaibitz. Für ihn ist die Notrufsäule eine tolle Sache und jeder Verein, der eine aufstellen will, kekommt von der Stadt Unterstützung, sicherte Nickl zu.
von C. & W. RupprechtProfil

Vorsitzender Willibald Bauer berichtete über die Feuerwehr: Die Mitgliederzahl blieb mit 127 Personen und 8 Jugendlichen konstant. Der Verein musste im vergangenen Jahr keinen Trauerfall verkraften. Eine Schweigeminute für alle verstorbenen Vereinsmitglieder stand dennoch an.

So wichtig den Mitgliedern der Verein ist, so wichtig ist dem Verein auch die Gemeinschaft im Dorf und die Freundschaft mit benachbarten Vereinen. Dies ging aus dem Jahresrückblick hervor. Neben vielen Geburtstagsglückwünschen, die überbracht wurden, zählte Bauer etwa 50 Feste und Aktionen benachbarter Feuerwehren und Vereine sowie kirchliche Veranstaltungen auf, an der sich die Feuerwehr Löschwitz-Kaibitz beteiligte.

Kreisbrandmeister Alois Schindler lobte den Zusammenhalt der Feuerwehrkameraden und insbesondere die herausragende Jugendarbeit.

"Sensationell besucht"

Doch auch in Löschwitz selbst ist der Verein die zentrale Organisation. Denn Spielplatzaufbau im Frühling und Geräteabbau im Herbst gehören zu den Aufgaben der Feuerwehr. Auch das Mähen des Dorfangers und das Aufstellen des Christbaums im Dorf hat der Verein übernommen.

Ein Höhepunkt des Jahres war wieder die Kirwa, die "sensationell gut besucht" war: "Es war brechend voll und wir wussten teilweise nicht mehr, wo wir die Leute hinsetzen sollten. Am Sonntag waren wir rasch ausverkauft", sagte Bauer.

"Auch die Christbaumversteigerung war ein toller Erfolg." Neben dem traditionellen Johannisfeuer stand 2019 auch ein Aktionstag auf dem Programm, der Kindern und Jugendlichen die Arbeit der Feuerwehr erklären und vorstellen sollte.

Als neues Projekt brachte die Feuerwehr die Notrufsäule mit Defibrillator ein. Bauer informierte, dass das Fundament bereits in Eigenregie erstellt worden sei. Die Lieferung der Säule verzögere sich ein wenig, da die Anti-Graffiti-Lackierung noch aufgebracht werden müsse. Für die Kosten in Höhe von 6900 Euro gingen bisher Spenden von 2600 Euro und ein Zuschuss von der Stadt Kemnath in Höhe von insgesamt 2500 Euro ein. Auch die Raiffeisenbank Kemnath überreichte ein Geldgeschenk von 500 Euro.

Bauer dankte den Helfern, die den Verein bei allen Aktionen unterstützten, den Spendern, den Damen für den Hausputz im Vereinsheim, der Jugend, den Fahnenträgern und der Bevölkerung für die Unterstützung.

Rasentraktor angeschafft

Der Kassenbericht von Alfons Bauer legte anschließend die Zahlen offen. Auch an diesen vielen Positionen ließ sich die große Aktivität der Löschwitzer Feuerwehr ablesen. Herausragende Posten waren die Anschaffung eines Rasentraktors zur Pflege des Spielplatzes und des Dorfangers sowie eine Nachzahlung an das Finanzamt für 2016. Leider musste er von einer Beschädigung des Löschfahrzeuges mit Fahrerflucht berichten. Die Reparaturkosten blieben somit am Verein hängen. Kassenprüfer Roland Wolf bestätigte die einwandfreie Kassenprüfung. Kassier und Vereinsführung wurden anschließend einstimmig entlastet.

Die Grußworte von Bürgermeister Werner Nickl wurden mit Spannung erwartet. Er war voll des Lobes: "Es erfreut das Herz, wenn man sieht, wie erfolgreich diese Wehr und wie aktiv die Jugend hier ist." Das sei im Gemeindebereich einmalig. Er betonte, dass die Initiative für die Notrufsäule von der Wehr ausging und der Stadtrat dieses Vorhaben gerne unterstützt habe. "Dieses Beispiel ist zur Nachahmung empfohlen. Jeder Verein, der auch eine Notrufsäule aufstellen möchte, wird von uns unterstützt werden", versicherte das Stadtoberhaupt. Zum geplanten neuen Feuerwehr- und Gemeinschaftshaus konnte Nickl noch keine neuen Aussagen machen. Die beengten Verhältnisse und die ungünstige enge Zufahrt seien bekannt. Es solle jedoch eine gute und optimale Lösung gefunden werden. Deshalb bat Nickl um Geduld.

Kommandant Matthias Reger berichtete von den Einsätzen, Übungen und Schulungen der aktiven Kameraden

Jugend Motor vor Ort

Die große Teilnahme an der Wehr im Dorf und an der Dorferneuerung wurde bei allen Veranstaltungen deutlich. Er dankte auch für die Einsätze bei den Bränden und betonte, dass es wichtig sei, auch die kleinen Wehren und deren Ausbildungsstand zu erhalten.

Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther dankte der Wehr für ihren unermüdlichen Einsatz und lobte die hervorragende Arbeit. Er ging lobend auf das sehr bewegte Jahr 2019 in Löschwitz ein und stellte die Jugend als Motor vor Ort heraus. Er gab einen Blick auf die Projekte der nahen Zukunft: "Die 'digitale Alarmierung' wird kommen." Bei der Suche nach dem richtigen "Stellplatz" für das Feuerwehrauto werde man sich weiterhin gemeinsam stark machen. Es sei ihm wichtig, dass beim neuen Fahrzeug alle ausrückenden Feuerwehrleute im Fahrzeug Platz finden.

Kreisbrandmeister Alois Schindler bestätigte, dass an allen Standorten die Zahl der Einsätze steigen. Dies liege daran, dass neben den Brandeinsätzen auch immer häufiger technische Hilfeleistungen erbracht werden müsse. Auch er lobte Zusammenhalt und Gemeinschaftssinn der Löschwitzer Wehr. Insbesondere dankte er auch Jugendwartin Theresa Frank für die tolle Zusammenarbeit.

Er gab einen Ausblick auf weitere Ausbildungsangebote im neuen Jahr. Angeboten werden Kurse zum MFA, zum Maschinisten, in erster Hilfe und an der Motorsäge. Er wünschte der Wehr stets eine gesunde Rückkehr von den Einsätzen.

Uniformen lagern

Als Ausblick in das neue Jahr sprach Vorsitzender Bauer die Beteiligung am historischen Erntedankzug am 20. September in Kastl an. Drei Gruppen kämen aus Löschwitz, nämlich die "Heuernte", die "historische Feuerwehr" und das "Kirwavolk". Die erste dorfinterne Besprechung ist voraussichtlich am Donnerstag, 13. Februar.

"Außerdem suchen wir einen Platz zur Unterbringung der alten Uniformen, die nicht feucht werden dürfen. Wer zu Hause einen leeren Schrank hat, möge sich bitte bei mir melden", bat Bauer.

Info:

487 Einsatzstunden

Kommandant Matthias Reger berichtete von 8 Abschlüssen des MFA-Lehrgangs. 15 Feuerwehrmitglieder erhielten Leistungsabzeichen, ein Jugendlicher ist in die aktive Wehr übergetreten. Derzeit habe der Verein 46 aktive Mitglieder, 9 davon sind Feuerwehrfrauen. Es wurden 6 Übungen gehalten, die immer gut besucht waren. Von den 12 Einsätzen im Kalenderjahr waren die Großbrände in Kemnath und Atzmannsberg sowie zwei Kleinbrände herausfordernde Aufgaben. Mit der Großübung am Milchhof mit simuliertem Gasaustritt wurde den Wehren eine interessante Aufgabe gestellt.

Insgesamt erbrachte die aktive Wehr 487 Einsatzstunden. Dies waren zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Matthias Reger dankte Georg Reger für die regelmäßige Sirenenabmeldung und den aktiven Mitgliedern für ihren verlässlichen Einsatz.

Info:

Handwerker ausgelastet

Bei den aktuellen Wünschen und Anträgen stellte Hans Schreyer die Frage, wie lange die provisorisch angebrachte Plane auf dem Dach des Feuerwehrhauses liegen bleiben solle. Bauer informierte, dass sofort Rücksprache mit der Stadt Kemnath erfolgt sei. Die Handwerker seien derzeit alle ausgelastet beziehungsweise auch über Weihnachten im Urlaub gewesen. Teilweise fehlten noch die angeforderten Kostenvoranschläge. Das Anbringen einer Schweißbahn sei wegen der Witterung und der Kälte nicht möglich gewesen. Bürgermeister Nickl sicherte zu, sich zu kümmern.

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