19.11.2020 - 13:52 Uhr
Luhe/Luhe-WildenauOberpfalz

Bastelanleitung: Adventskranz selbst gemacht

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Noch ist genug Zeit, um vor dem ersten Advent einen Adventskranz zu besorgen –oder zu basteln. Mitglieder des Katholischen Frauenbunds Luhe geben Tipps, wie der selbstgemachte Adventskranz für daheim gelingt.

So könnte der fertige Adventskranz aussehen.
von Redaktion ONETZProfil

Der Adventskranz ist ein beliebter vorweihnachtlicher Brauch. Er steht für die verbleibende Zeit bis zur Ankunft (lateinisch "adventus") des Herrn. Der wohl erste Adventskranz wurde 1839 von dem Hamburger evangelischen Theologen und Erzieher Johann Heinrich Wichern eingeführt.

Er kümmerte sich in einem alten Bauernhaus um verwaiste und verwahrloste Kinder. Um ihnen zu veranschaulichen, dass der immer dunkler und kälter werdende Dezember auch eine Zeit des Weges ins Licht bedeutet, ließ er ein großes hölzernes Rad einer alten Kutsche mit 20 kleinen, roten und 4 großen, weißen Kerzen aufhängen.

Nach dem Ersten Weltkrieg setzte sich der Brauch, nun als mit Tannengrün verzierter Ring, auch in der katholischen Kirche durch. Die Kreisform des Kranzes symbolisiert die Ewigkeit des Lebens. Grün ist die Farbe der Hoffnung und des Lebens. Die an den Adventssonntagen angezündeten Kerzen stehen für das zunehmende Licht, das in der Menschwerdung Jesu zur Vollendung kommt und in der Weihnachtszeit die Welt erleuchtet.

Seit Jahren treffen sich um die 15 Mitglieder des Katholischen Frauenbunds Luhe an einem bestimmten Tag im November im Pfarrheim, um für ihren Basar Tisch- und Türkränze sowie weihnachtliche Gestecke und Deko-Artikel herzustellen.

Heuer erfordern die Coronaregeln eine andere Organisation. Einzelne Frauen, so auch Ursula Müller aus Grünau, binden Adventskränze privat zu Hause und nur auf Bestellung. Luise Köllner und Maria Lehnert kümmern sich um die Dekoration der Kränze. Ursula Müller erklärt, wie sie einen Adventskranz bastelt.

Das nötige Material

  • Reisig: immergrüne Zweige, einheitlich oder gemischt, zum Beispiel Tanne, Fichte, Eibe, Wacholder, Thuie, Schwarzbeerkraut, Buchs
  • Ringgerüst aus Stroh
  • grün ummantelten Blumendraht: 0,35 oder 0,5 Millimeter stark
  • Gartenschere

Und so geht's

  • Reisig mit der Schere in 10 bis 15 Zentimeter kleine Ästchen teilen
  • fortlaufenden Draht ein- bis zweimal um den Strohkranz schlingen und verdrillen
  • zwei bis drei einzelne Ästchen, das erste etwas länger, zu einem fächerartigen Büschel formen und an der Stelle, an der der Draht befestigt wurde, anlegen
  • Draht fest um die Büschelenden (unteres Drittel) und den Ring wickeln, straff ziehen und im Abstand von 1 Zentimeter nochmals wickeln
  • Weitere Büschel von außen nach innen dachziegelartig anlegen und mit Draht umwickeln, so dass deren Spitzen kurz über der Schnittstelle des bereits gebundenen liegen
  • Untere Auflagefläche freilassen (außer bei hängenden Kränzen)
  • Für den Abschluss die Spitzen des ersten Büschels etwas anheben, das letzte Büschel darunterschieben und festmachen; eventuelle Lücken mit kleinen Zweigen füllen
  • Draht auf der Unterseite etwa 10 Zentimeter abschneiden, einige Male durch die Drahtschlingen fädeln, verdrillen
  • Je nach Größe des Kranzes und Geschicklichkeit ist der Adventskranz in 45 bis 90 Minuten gebunden
  • Vier Kerzen auf einem bedornten Teller auf den Kranz stecken und nach Belieben mit Stoffband, Silberzapfen, Kristallsternen, Kügelchen und Naturmaterialien wie Beeren, Nüssen oder getrockneten Fruchtscheiben verzieren

Eine weitere Anleitung: Allerheiligenspitzl backen

Pirk

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