16.10.2020 - 11:54 Uhr
Luhe/Luhe-WildenauOberpfalz

Marktgemeinderat besichtigt Baustelle an der Grundschule Luhe

Noch dieses Jahr sollen die Arbeiten an der Außenfassade der Grundschule Luhe abgeschlossen werden. Der Marktgemeinderat macht sich vor Ort selbst ein Bild vom Baufortschritt.

Architekt Josef Schöberl (vordere Reihe, 2. von links) gibt Bürgermeister Sebastian Hartl (ihm gegenüber) und dem Marktgemeinderat einen Bericht über den Sachstand der energetischen Sanierung der Grundschule Luhe und den noch folgenden Maßnahmen.
von Walter BeyerleinProfil

Die energetische Sanierung der Grundschule Luhe verläuft absolut plangemäß. Der Kostenvoranschlag mit 1.252.789 Euro kann wahrscheinlich gehalten werden. Architekt Josef Schöberl sprach von einer „Punktlandung“ beim Vergleich mit dem Kostenansatz. Ausführlich berichtete er den Marktgemeinderatsmitgliedern und Bürgermeister Sebastian Hartl vor Ort über den bisherigen und das voraussichtliche Ende der Sanierungsarbeiten. Das energetische Ziel der Sanierung sei die Senkung des primären Energiebedarfs von 242 auf 125 KWh (m2A), betonte Schöberl.

Bürgermeister Hartl eröffnete die Baustellenbesichtigung in der regengeschützten Aula der Schule. Die Anwesenheit von Schulleiterin Sandra Landgraf wertete der Bürgermeister als Zeichen des „guten Miteinanders“ zwischen Markt und Schule. Architekt Schöberl berichtete auf dem Pausenhof dem Gremium über den Ablauf der Arbeiten, bei denen auch asbesthaltiges Material zu beseitigen war. Insgesamt wurden rund 200 Fenster und Türen ausgetauscht. An der kompletten Südseite der Schule und dem Innenhof wurde ein Sonnenschutz angebracht. Die Klassenzimmer werden mit LED-Leuchten ausgestattet, was wiederum zu Einsparungen führe, betonte der Planer.

Mit den Arbeiten wurde im Mai begonnen, Ende Dezember soll die Fassade fertig sein. Im neuen Jahr wird der Sockel erneuert, wobei laut Schöberl auch ein nicht mehr benötigter Erdtank entfernt werden soll. Dann könnte in diesem Bereich das deutlich angehobene Erdreich abgesenkt werden. Im nächsten Jahr muss die Maßnahme abgerechnet werden.

„Es wird alles schöner und deshalb sind die Einschränkungen auch auszuhalten“, meinte Schulleiterin Landgraf. Von Vorteil sei es gewesen, einen genauen Zeitplan über die Arbeiten erhalten zu haben, so dass die Räume entsprechend besetzt worden seien. Aktuell sind 90 Prozent der Fenster in den Klassenräumen fertig, die Fassade ist zu 70 Prozent neu gestaltet. Die Dacherneuerung ist vollständig abgeschlossen. Die Wärmedämmung im Sockelbereich erfolgt, sobald das Gerüst abgebaut ist.

Wenn der Kran abgebaut, die komplette Baustelleneinrichtung entfernt und auch alles Baumaterial abgearbeitet ist, soll der Pausenhof gänzlich umgestaltet werden, wobei sich an der Größe grundsätzlich kaum Änderungen ergeben. Bereits bei den ersten Sanierungsmaßnahmen wurde die Tartanlaufbahn auf 75 Meter verkürzt und eine neue Zufahrt zum Schulgelände geschaffen, die jetzt nicht mehr über eine Sportanlage geführt wird. In dem künftigen Pausenhof solle ein kleiner Garten mit Streuobstbäumen entstehen, berichtete Schöberl: „Da blüht es im Frühjahr und im Herbst kann etwas geerntet werden“. Der Architekt denkt auch an die Errichtung eines kleinen Atriums. Auf vielfachen Kinderwunsch soll auch eine kleine Kletterwand errichtet werden. Weiterhin werden die vorhandenen hölzernen Einfassungen bei den Sträuchern entfernt. Vom Umfang her ist diese Pausenhofgestaltung ein eigenes Vorhaben, für das der Marktgemeinderat seine Zustimmung geben muss.

Abschließend wurde auch die Generalsanierung der Schule im Innenbereich angesprochen. Hier wurden vor allem die maroden Toilettenanlagen und die elektrischen Anlagen genannt. Dafür müssten aber entsprechende Förderprogramme des Freistaates Bayern aufgelegt werden, betonte Bürgermeister Hartl. „Ohne Förderung können wir das Programm nicht stemmen.“

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