13.07.2018 - 16:46 Uhr
Luhe/Luhe-WildenauOberpfalz

Neues für "Silver Ager"

Unter dem Namen "Wohnpark Luhe" will ein bislang nicht genannter Investor ein Domizil für aktive Senioren bauen. Das Projekt war im Winter schon einmal im Marktrat, dann wurde es still darum. Das könnte sich bald ändern.

von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

(phs) Der Zeitgeist klebt doch die schönsten Etiketten. Menschen zwischen 50 und 60, die agil sind und mitten im Leben stehen, heißen inzwischen "Silver Ager". Für sie soll nahe der A 93 eine Wohnanlage entstehen.

Der Gedanke dahinter: Noch sind diese Menschen fit, falls sich das aber einmal ändert, können sie vorsorgen, indem sie rechtzeitig in den Wohnpark ziehen. Dort sind Pflegedienst, Friseur, Kosmetikerin, Wäscherei und Sportangebote gleich um die Ecke.

Thea Görner ist Sprecherin des Investors und wohl auch beteiligt. Ihr gehört ein Großteil des Grunds, auf dem das Projekt entstehen soll. "Es befindet sich in den letzten vorbereitenden Zügen", sagt die hauptberufliche Hausverwalterin. Näheres könne sie erst in 14 Tagen sagen.

Ein bisschen mehr ist von Bürgermeister Karlheinz Preißer zu erfahren. Zurzeit laufe die Auslegung zur Änderung des Flächennutzungsplans für das Projekt und zeitgleich die Aufstellung des Bebauungsplans. "Sollte es keine größeren Einwendungen der Behörden dagegen geben, könnten wir die Sache im Marktrat vielleicht noch am 30. Juli behandeln", erklärt der Rathauschef. Ansonsten werde es September. Dass noch etwas nachkomme, sei nicht ausgeschlossen, weil Fachstellen ihre Stellungnahmen gut begründen müssen und daher Sorgfalt angesagt sei. Bisher gebe es allerdings keine Bedenken. Sollte alles glatt gehen, wird vielleicht auch bekannt, wer außer Thea Görner zu den Investoren gehört, die 45 Millionen Euro für die "Wohnanlage Luhetal" in die Hand nehmen wollen. Auf dem Gelände direkt an der A 93 sollen rund 50 Häuser mit einer Größe zwischen 50 und 100 Quadratmetern entstehen, die deutschlandweit zum Kauf oder zur Miete angeboten werden.

Den Schallschutz der Anlage soll eine Reihe zweistöckiger Gebäude gewährleisten, in denen Garagen, eine Wellness-Anlage, Gastronomie und kleinere Ladengeschäfte sowie Apartments für Menschen mit Hilfsbedarf vorgesehen sind. Mit diesen Plänen hat sich laut Preißer ein anderes Vorhaben erledigt. Der Luher Arzt Dr. Albert Gewargis wollte vor einigen Jahren mit seiner Frau Isolde am nordwestlichen Ortsrand ein Seniorendorf nach amerikanischem und australischem Vorbild einrichten. Rund 100 barrierefreie Wohnungen zwischen 55 und 85 Quadratmetern sollten Menschen ab 65 Jahren ein neues Zuhause geben. "Das wird nicht weiter verfolgt", sagt der Bürgermeister.

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