An der Ortsstraße von Luhe am Forst Richtung Grünau wurden am rechts gelegenen Felsenhang auf eine Höhe bis zu zehn Metern die Bäume entfernt. Zu den Fällarbeiten seilten sich die Mitarbeiter der Firma Manfred Härtl aus Mitterteich von oben ab. Was für manchen Außenstehenden vielleicht wie ein Kahlschlag aussehen mag, ist die zwingende Notwendigkeit, die Funktionsfähigkeit der Regenrückhaltebecken oberhalb des Ortsteils Neudorf wieder herzustellen und entlang mehrerer Ortsstraßen die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Bürgermeister Sebastian Hartl hebt ausdrücklich hervor, dass die umfangreichen Baumfällarbeiten mit Peter Fleischmann von der Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Neustadt, und mit der Forstbeamtin Andrea Sauer abgesprochen seien. Laut Bauhofleiter Stephan Glossner, Bauhofleiter, waren diese Bäume bei starkem Schneefall und Sturm eine Gefahr für die darunter vorbeifahrenden Fahrzeuge, aber auch für Fußgänger.
Die oberhalb des Ortsteils Neudorf links der Straße in Richtung Gelpertsricht angelegten Regenrückhaltebecken haben aufgrund des Baumbewuchses in den letzten Jahrzehnten ihre Leistungsfähigkeit verloren. Die Regenrückhaltebecken sind schlicht in die Landschaft eingebettet und fallen somit kaum auf. Der Baumbestand in den Becken und an deren Rand war so groß, dass nach den Worten von Bürgermeister Hartl die Niederschläge am Becken vorbei über die Gemeindeverbindungsstraße abgelaufen sind. Eine beim Ortstermin zufällig vorbeikommende Anliegerin bestätigte das. Ihre Kinder hätten vom Hochwasser auf der Straße mal ein Video gemacht. "Die Wiederherstellung des Rückhaltebeckens ist somit auch im Interesse der Anlieger", erklärt Hartl.
Im Bereich der Regenrückhaltebecken werden die Arbeiten noch fortgeführt, damit die Niederschläge aus dem großen Waldgebiet oberhalb wirkungsvoll gespeichert und nur langsam wieder abgegeben werden. Das bedeutet laut Bürgermeister, dass auch die Zuläufe zum Regenrückhaltebecken wieder gesäubert werden müssen.
Weil die Arbeiten Zug um Zug ausgeführt werden, lässt sich nach Einschätzung von Bauhofleiter Glossner die Zahl der zu fällenden Bäume im Voraus nicht festlegen. Der Blick über das Regenrückhaltbecken zeigt, der Baumbestand wurde wohl schon stark reduziert, aber am Rande des Beckens stehen weiterhin noch zahlreiche Bäume. Der jetzige Zeitraum für die Fällung der Bäume entspricht auch den naturschutzrechtlichen Vorgaben, die derartige Arbeiten nur bis zum März zulassen.
Sperrung und Kosten
- Für die Arbeiten ist die Ortsstraße von Luhe am Forst nach Grünau noch bis Freitag, 5. Februar, gesperrt
- In der Woche 8. bis 13. Februar werden die Arbeiten an der Ortsstraße von Luhe am Forst nach Oberwildenau fortgesetzt.
- Die Kosten der Baumfällaktion beziffert Bürgermeister Sebastian Hartl mit etwa 20.000 Euro.
- Der größte Teil der gefällten Bäume wird zu Hackschnitzel verarbeitet. Größe Bäume können von Selbstwerbern gekauft werden.
















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