19.07.2021 - 12:30 Uhr
Luhe-WildenauOberpfalz

Filmreife Verfolgungsjagd

Über die Autobahn, durch einen Bauernhof, bis auf einen Acker: Eine mutmaßlich berauschte Frau hat sich am frühen Montagmorgen, 19. Juli, eine wilde Verfolgungsjagd durch den halben Landkreis Neustadt/WN geliefert.

Von wegen ruhige Schicht. Eine flüchtende Frau hält am Montagmorgen, 19. Juli, gleich mehrere Polizeidienststellen auf Trab.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Am Montag, 19. Juli, gegen 3 Uhr morgens wollen Beamte der Verkehrspolizei Amberg eine Autofahrerin kontrollieren. Doch die gibt Gas und braust davon. Ihre Flucht endet erst, als ihr Wagen von zwei Polizeifahrzeugen in die Zange genommen wird.

Den zivilen Beamten fällt der Mercedes mit Münchener Zulassung auf der A 6 in Fahrtrichtung Tschechien auf. Das Auto soll an der Anschlussstelle Leuchtenberg auf der B 22 angehalten und kontrolliert werden. Die 53-jährige Fahrerin aus dem Landkreis Tirschenreuth ignoriert dies und braust auf der B 22 in Richtung Weiden davon.

Kurz darauf wird sie von den Beamten überholt. Sie soll auf Höhe der Abzweigung nach Lerau anhalten. Doch die Flüchtende denkt nicht daran, die Stoppsignale zu befolgen und drückt weiter aufs Gaspedal. In Höhe der Süd-Ost-Tangente wendet sie, da ein Fahrzeug der Polizeiinspektion Weiden den Weg blockiert.

Flucht in den Bauernhof

Die Frau fährt zurück nach Michldorf und biegt dort in die Kreisstraße in Richtung Luhe-Wildenau ab. Sie wird mittlerweile zusätzlich von zwei zivilen Fahrzeugen der Grenzpolizeiinspektion Waidhaus verfolgt.

In Seibertshof fährt die Stiftländerin in den Innenhof einer Landwirtschaft. Über eine rückwärtige Ausfahrt gelingt es ihr erneut, den Beamten zu entkommen – diesmal querfeldein. Kurz bevor die 53-Jährige wieder auf die Kreisstraße gelangt, wird sie von zwei Dienstfahrzeugen links und rechts bedrängt und schließlich gestoppt. Hierbei kommt es zu mehreren leichten seitlichen Kollisionen.

Der Grund für die rasante Flucht ist schnell gefunden. Die Frau hat keinen Führerschein und ist leicht alkoholisiert. Zudem besteht der Verdacht auf Drogeneinfluss. Das alles zieht mehrere Anzeigen nach sich. Am Mercedes entstand rund 3000 Euro Schaden, an den beiden Polizeiautos einmal 8000 und einmal 10000 Euro.

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Amberg

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