18.09.2020 - 12:24 Uhr
Luhe-WildenauOberpfalz

Markt ernennt Karl-Heinz Preißer zum Altbürgermeister

Ein knappes Vierteljahrhundert lenkte Karl-Heinz Preißer als Bürgermeister die Geschicke des Marktes Luhe-Wildenau. Nun wird ihm der Titel des Altbürgermeisters verliehen.

24 Jahre lang führte Karl-Heinz Preißer den Markt Luhe-Wildenau als Bürgermeister. Für seine Verdienste wird ihm nun Ehrenbezeichnung Altbürgermeister verliehen.
von Walter BeyerleinProfil

Bürgermeister Sebastian Hartl leitete die Beschlussfassung über die Verleihung der Ehrenbezeichnung für Karl-Heinz Preißer mit dem Verlesen des Antrages der SPD-Fraktion vom Juni dieses Jahres ein. Darin wird gebeten, die Entscheidung über den Antrag im öffentlichen Teil einer Marktratssitzung zu treffen. Verbunden worden war der Antrag mit den Hinweisen auf die lange Amtszeit Preißers als Bürgermeister und Marktrat sowie dessen Erfolgen in seiner Amtszeit. Anmerkungen oder Diskussionsbedarf gab es für das wegen Urlaubs mehrerer Markträte etwas kleineren Gremiums nicht. Preißer war bei der Abstimmung nicht anwesend. Mit 10:2 Stimmen sprach sich das Gremium für die Verleihung der Ehrenbezeichnung „Altbürgermeister“ an Karl-Heinz Preißer aus.

Sitzungen im Vereinszentrum

Zum ersten Mal und noch bis Ende des Jahres finden die Sitzungen des Marktrats im Vereinszentrum Neudorf statt. Anlass dafür war laut Bürgermeister Sebastian Hartl die Wiederaufnahme des Unterrichts verbunden mit der Nutzung der Turnhalle in der Grundschule Luhe. Mit der Verlegung ersparen sich die Mitarbeiter des Marktes den Auf- und Abbau der in der Turnhalle.

Zwei Asylbeauftragte

Einstimmig beschloss der Marktrat Susanne Schwab, Luhe, und Gerhard Hero, Neudorf zu offiziellen Asylbeauftragten zu bestellen. Damit werde deren Arbeit auf solide Beine gestellt, betonte Hartl. Für die Ehrenamtlichen bedeute das eine Erleichterung, weil sie mit ihrer Bezeichnung auch bei Behörden für die aktuell rund 30 Asylbewerber tätig werden können.

Überschwemmungsgebiet am Ehenbach

Einstimmig nahm das Gremium von der vorläufigen Sicherung des Überschwemmungsgebietes am Ehenbach Kenntnis. Die Vorgaben für dieses Verfahren und die Festsetzung des Überschwemmungsbietes haben das Landratsamt und das Wasserwirtschaftsamt gemacht. Für den Markt ergibt sich laut Bürgermeister kein Handlungsbedarf. Der Ehenbach trennt Luhe-Wildenau von Wernberg-Köblitz und somit auch die Landkreise Neustadt/WN und Schwandorf.

Rohre austauschen

Hartl informierte den Marktrat, dass im Bergweg in Neudorf erneut Kanalarbeiten notwendig werden. „Der Beton ist da, wo er nicht sein sollte“, begründete Hartl die erneuten Aufgrabungen, die aufgrund eines Baufehlers der ausführenden Firma notwendig werden. Deshalb müssen nach den Worten des Marktoberhaupts mehrere Rohre ausgetauscht werden.

In Neudorf nur Ausstieg

In Grünau wird jetzt die aufgrund eines Brandschadens beschädigte Scheune abgerissen. Die Entscheidung über die weitere Verwendung der Örtlichkeit erfolgt in den nächsten Wochen. Der Bürgermeister sprach auch das leidige Thema Omnibusverbindungen an. Seit dem 15. August gelte der neue Fahrplan, der aufgrund einer fehlenden Vereinbarung zwischen den beiden Landkreisen einen Ausstieg der Fahrgäste in Neudorf, nicht aber das Zusteigen ermöglicht. Ausführlich schilderte Hartl den derzeitigen Zustand der Strecke, der auf der Schwandorfer Linie nach Elternaussagen zu Engpässen führe. Aktuelle Verkehrszählungen durch das Landratsamt hätten aber nicht gezeigt, dass Schüler im Bus stehen müssen. Der gemeindliche Einkaufsbus sei momentan meist mit sieben Personen, bei einer Kapazität von neun Personen, besetzt, ergänzte Hartl seine Erklärungen.

Weitere Meldung aus Luhe-Wildenau

Luhe-Wildenau

Wildkamera installiert

Im Friedhof Neudorf wurde wegen der Verwüstungen eines Grabes eine neue Wildkamera installiert. Gleichzeitig widme der Jagdpächter den dort festgestellten Schadensereignissen vermehrte Aufmerksamkeit, erklärte der Bürgermeister.

Noch keine konkreten Ausbaupläne

Zum Ausbau der Kreisstraßen Richtung Glaubenwies (NEW 17) und Michldorf (NEW 28) gab Hartl unter Hinweis auf Aussagen von Kreiskämmerer Bauer umfassende Informationen. Für die NEW 17 sind für das Finanzjahr 2022 50.000 Euro und für 2023 333.000 Euro eingeplant. Der Landkreis hat aber über das seiner Zuständigkeit liegende Straßennetz eine Zustandsbewertung in Auftrag gegeben, dessen Ergebnis in einer Prioritätenliste ihren Niederschlag findet. Es gibt noch keinen Planungsauftrag, wohl aber den Hinweis, dass beim Bau von Gehwegen in der Verantwortung des Marktes Grunderwerb notwendig werden wird. Für die Kreisstraße NEW 28 gibt es ebenfalls keine aktuellen Ausbaupläne.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.