10.08.2020 - 14:14 Uhr
Luhe-WildenauOberpfalz

Straßenbauprojekt günstiger als erwartet

Der Marktrat Luhe-Wildenau staunt. Laut den Berechnungen soll das Bauprojekt 2,1 Millionen Euro kostet. Nun geht ein Angebot für knappe 1,3 Millionen Euro ein.

Die Asphaltdeckschicht auf der Gemeindeverbindungsstraße Oberwildenau-Kohlberg ist so marode, dass Bürgermeister Sebastian Hartl mit bloßen Händen Teile des Belags entfernen kann.
von Walter BeyerleinProfil

Der Markt Luhe-Wildenau spürt die Folgen der Coronapandemie bei der Vergabe des Ausbaus und der Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Oberwildenau von (ab Firma Höhbauer) bis an die Gemeindegrenze nach Kohlberg. Statt der errechneten rund 2,1 Millionen Euro für den rund vier Kilometer langen Streckenabschnitt, liegt jetzt das günstigste Angebot der Firma Rädlinger aus Selbitz bei 1.297.347 Euro.

Vor der Auftragsvergabe im nicht öffentlichen Teil der Sitzung in der Turnhalle der Grundschule Luhe stellte Bautechniker Christian Faderl vom Planungsbüro Renner & Hartmann aus Amberg, die Planung der Straße nochmals vor. Der „alte“ Marktrat hatte die Weichen für den Ausbau gestellt, an dem sich ursprünglich auch der Markt Kohlberg mit Fortsetzung des Ausbaues auf seinem Gebiet beteiligen wollte. Mit den jetzt geplanten Maßnahmen soll eine neue Asphaltdeckschicht aufgebracht und das Niederschlagswasser ordnungsgemäß abgeleitet werden.

Die errechneten Baukosten bezifferte Faderl auf 2.162.407 Euro. Baubeginn ist im Frühjahr 2021. Laut Bürgermeister Sebastian Hartl soll bis dahin abgeklärt werden, ob für den Breitbandausbau der Weiler Forsthof und Neumaierhof die Verlegung von Leerrohren mit erfolgen kann. Außerdem soll auch die geplante Errichtung der Freiflächenphotovoltaikanlage Forsthof berücksichtigt werden.

Die große Überraschung kam dann im nicht öffentlichen Teil: Das Bauunternehmen Josef Rädlinger aus Selbitz gab mit 1.297.347 Euro das wirtschaftlichste Angebot ab. Neun Angebot waren eingegangen.

Von den rund 1,3 Millionen Euro sind nach den Worten Bürgermeister Hartls rund 1,2 Millionen Euro förderfähig. Das ist die Folge der Zielsetzung der Maßnahme, die weit über eine bloße Instandsetzung hinausgeht und eine „bauliche Erneuerung“ beinhaltet. Die Zuschusshöhe beträgt rund 45 Prozent.

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