23.04.2020 - 17:58 Uhr
MähringOberpfalz

Das Beste für die Gemeinde herausholen

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Ab dem 1. Mai heißt das neue Gemeindeoberhaupt von Mähring Franz Schöner. Er löst dann den dienstältesten noch-Bürgermeister des Landkreises Josef Schmidkonz ab. Im Interview mit Oberpfalz-Medien spricht Schöner über seine neue Aufgabe.

Franz Schöner tritt im Mai sein Amt als Erster Bürgermeister in Mähring an. Mit auf dem Bild sind seine Enkel Jonas und Lukas.
von Susanne Forster Kontakt Profil

"Erst letzten November bin ich zu dem Entschluss gekommen, mich für das Amt des Ersten Bürgermeisters zu bewerben", erinnert sich Franz Schöner. Am 15. März wurde er dann mit knapp 64 Prozent der Stimmen zum neuen Chef der Marktgemeinde gewählt. Sein Amt als Rathauschef beginnt offiziell am 1. Mai, die Vorbereitungen dazu laufen bereits, verrät er im Interview mit Oberpfalz-Medien.

ONETZ: In Zeiten von Corona läuft ja alles ein bisschen anders. Wie wird Ihre Amtseinführung ablaufen?

Franz Schöner: Eine offizielle Einführung gibt es nicht. Am 4. Mai ist die konstituierende Sitzung des Gemeinderates im Jugendheim in Griesbach. Da geht es mit mir dann nahtlos weiter. Aber ja, die Amtsübergabe läuft schon seit rund drei Wochen. Gemeinsam mit meinem Vorgänger bespreche ich alle wichtigen Maßnahmen. Es soll ein reibungsloser Übergang werden.

ONETZ: Werden Sie gleich Ihren Schreibtisch im Rathaus beziehen oder arbeiten Sie wegen Corona im Homeoffice?

Franz Schöner: Ich bin dann im Rathaus in Großkonreuth tätig. Meinen Schreibtisch dort eingerichtet habe ich noch nicht, das mache ich nach dem 1. Mai.

ONETZ: Haben Sie schon Pläne, was Sie in diesem Jahr in Mähring noch umsetzen möchten?

Franz Schöner: Die Wasserversorgung ist ein Thema, das uns in den nächsten Jahren beschäftigen wird. Ein Projekt, das ansteht, ist der Bau einer Wasserverbindungsleitung zwischen Poppenreuth und Mähring. Um wegen der zunehmend trockenen Jahre die Wasserversorgung in der Gemeinde gewährleisten zu können. Ein Projekt, das in diesem Jahr noch durchgeführt werden soll, ist die Sanierung der Straße vom ehemaligen Schulgebäude in Griesbach Richtung Ziegelhütte.

ONETZ: Sie werden ehrenamtlich die Gemeinde Mähring leiten. Wie wird das mit Ihrem Hautpberuf als Zollbeamter vereinbar sein?

Franz Schöner: Mein Arbeitgeber gibt mir die Zeit und die Möglichkeit, mich in mein neues Amt einzuarbeiten. Und dann wird sich zeigen, wie sehr mich mein neuer Posten einnehmen wird. Und mein Beruf bietet mir verschiedenste Arbeitszeitmodelle, sodass ich meine Zeit gut einteilen kann. Eine Reduzierung meiner Arbeitsstunden beim Zoll wird stattfinden, da bin ich derzeit noch in den Verhandlungen.

ONETZ: Sie waren ja bereits als Dritter Bürgermeister Mährings im Einsatz. Was wird nun anders sein, wenn Sie ab dem 1. Mai der Chef der Gemeinde sind?

Franz Schöner: Ich freue mich total auf das neue Amt. Als Dritter Bürgermeister war ich eher frei und habe mich viel um die grenzüberschreitenden Projekte oder das Gelebte Museum gekümmert. Als Rathauschef wird es schon etwas anders werden, denn dann trage ich in der Gesamtverantwortung der Gemeinde.

ONETZ: Auch im Gemeinderat sind Sie schon lange dabei. Benötigen Sie überhaupt noch eine Einarbeitungszeit oder kennen Sie sich schon so gut, aus dass Sie gleich voll durchstarten können?

Franz Schöner: Vor zwölf Jahren bin ich den Gemeinderat eingetreten mit dem Ziel, vernünftig mit meinen Marktratskollegen zusammenzuarbeiten. Das ist uns auch meistens gelungen. Mit dem neuen Gemeinderat möchte ich nun wieder das Beste herausholen. Nun bin ich für alles verantwortlich und natürlich gespannt, was auf mich zukommt.

ONETZ: Werden Sie auch ab und zu Mal einen Rat bei Ihrem Vorgänger Josef Schmidkonz einholen, der ja über 25 Jahre die Gemeinde geleitet hat?

Franz Schöner: Natürlich werde ich bei ihm nachfragen, wenn ich seinen Rat benötige. Denn es gibt bestimmt viele Sachen, die mir mein Vorgänger beantworten kann, weil ich die so nie mitbekommen habe.

ONETZ: Sie sind in vielen Vereinen in Mähring aktiv. Wie lässt sich Ihr Vereinsleben mit Ihrem neuen Posten vereinbaren?

Franz Schöner: Derzeit ist das Vereinsleben ja wegen Corona auf ein Mindestmaß begrenzt. Aber natürlich wird es für mich Einschränkungen geben und ich werde nicht mehr überall aktiv mitwirken können. Aber in meiner Funktion als Bürgermeister werde ich sowieso bei vielen Vereinsveranstaltungen mit dabei sein. An meiner Präsenz in den Vereinen wird sich also nichts ändern.

ONETZ: Wie geht es mit ihrem Posten als Leiter des "Gelebten Museums" in Mähring weiter?

Franz Schöner: Wir haben einen sehr guten Weg gefunden. So viel kann ich schon verraten: Es wird einen neuen Museumsleiter geben. Und das Team der Mähringer Museumsfreunde wird sich auch weiterhin super um das Museum kümmern. Und ich werde als Bürgermeister da natürlich weiterhin ein Auge darauf haben.

ONETZ: Was schätzen Sie am meisten am Ort Mähring und was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Franz Schöner: Ich lebe ja schon immer in Mähring und bin sehr heimatverbunden. Für mich passt hier einfach alles: die Natur, die Ruhe, und die Menschen, die hier leben. Meine Familie ist ein Ruhepol für mich. Meine beiden Töchter sind oft zu Besuch – nur momentan ja leider nicht. Ich genieße jede Minute, die ich mit meiner Familie zusammen verbringen kann. Und mit meiner Hündin gehe ich viel spazieren.

Hintergrund:

Zur Person

Franz Schöner ist 53 Jahre alt und lebt mit seiner Frau Sabine und seiner Hündin Kira, einer kleinen Münsterländerin, in Mähring. Er hat zwei Töchter: Anna-Lena, sie ist 25 Jahre alt, und Katharina, sie ist 27 Jahre alt. Mit seinen zwei Enkelsöhnen (Jonas, 2 Jahre alt und Lukas, 5 Jahre alt), sagt er, ist er gerne im Garten unterwegs oder er bringt den beiden das Holz machen bei. Der 53-Jährige arbeitet als Zollbeamter. Seit 2008 ist er Mitglied im Gemeinderat, seit 2014 ist er Dritter Bürgermeister von Mähring. Im Ort leitet er das "Gelebte Museum". (sfo)

Franz Schöner wird am 15. März zum neuen Bürgermeister von Mähring gewählt:

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