15.01.2020 - 13:35 Uhr
MähringOberpfalz

Ironischer Rückblick im Jugendheim Mähring

Mit einer imponierenden Prunksitzung bereitet sich der Faschingsvereins "Rosamunde" selbst ein Geschenk zum "50sten". Im voll besetzen Jugendheim gibt es auch Geschenke für Manfred Raschke und für den Bürgermeister.

Farbenprächtiger Einzug aller Garden der "Rosamunde" ins Jugendheim.
von Konrad RosnerProfil

Die rund 90 Mitwirkenden boten einen kurzweiligen bunten Abend, der mit viel Applaus belohnt wurde. Zu Beginn der Prunksitzung durfte Präsident Heinz Kilian unter den Gästen auch eine Delegation des Faschingsvereins "Weiß-Blau" Wiesau begrüßen. Für Stimmungsmusik sorgte einmal mehr Alleinunterhalter Manfred Raschke.

Farbenfrohes Bild

Schon der Beginn der Prunksitzung war spektakulär, als alle Garden der "Rosamunde" in den Saal marschierten. Dem Publikum bot sich ein farbenfrohes Bild. Die zwölfköpfige Wichtelgarde, darunter auch zwei Jungs, präsentierten eine Tanz aus den Achtzigern, die Nachwuchsgarde bot einen Tanz mit vielen Clowns und die 15-köpfige Schülergarde einen Schautanz der Extraklasse. Dazwischen hatte Marcus Kilian seinen großen Auftritt. Er ließ die 50 Jahre "Rosamunde" heiter-ironisch Revue passieren. Kilian erinnerte, dass es bis 1970 drei Faschingsvereine, den Karnevalsclub, die kaiserlich Böhmischen und Rosamunde, in Mähring gegeben habe. "Doch mit der Zeit siegte dann doch die Vernunft, und man kam zu dem Entschluss, dass man sich zusammenschließen muss." Es sei aber heftig gestritten worden. "Denn des is' g'wiss, dass Fasching a ernste Sache is' ."

Verdienstorden

Kilian ging auf die großen Veranstaltungen der "Rosamunde" ein, so wie das oberfränkische Prinzentreffen 1985. "Und die Frank'n san alle wieder ganga". Außerdem seien in den 50 Jahre in Mähring drei Pfarrer verschlissen worden. "Mei' lieber, beim jetzigen, Pfarrer Mayerhofer, san ma drüber." Nach der Pause zeigte die Prinzengarde ihren Gardetanz, ehe Heinz Kilian an Bürgermeister Josef Schmidkonz, der die "Rosamunde" 25 Jahre lang begleitete, den Verdienstorden von Franken und ein tolles Porzellangeschenk überreichte. Zudem wurde noch einmal Martina Göhl herausgestellt. Sie erhielt vor kurzem den "Till von Franken". Spektakulär die beiden Funkenmariechen Lucy und Leonie, die tolle Sprünge und Spagate auf der Tanzfläche boten.

Büttenrednerin und Sketch

Wahren Lachsalven forderten Lise Mayer in der Bütt mit "Da Hias is unterwegs" sowie Sandra Mayer und Martina Göhl als alternde Omas, die mit ihrem Sketch "Damals vor 50 Jahren" den Nerv des Publikums trafen. Mit ihrem "Gehwägelchen" ausgerüstet, gingen sie auf die Gründerzeit ein. "Gell old sama worn", lautete ihr Kommentar, als sie Kilian und weitere aus der Gründerzeit erblickten.

Auch das weitere Programm konnte sich sehen lassen. Dazu trug auch der Wiesauer Hofstaat bei. Das Männerballett und ein großer Finaltanz beendeten die Prunksitzung. Als versierter Moderator führte Erwin Jaspers durch den Abend.

Die Wichtelgarde mit ihrem Schautanz.
Marcus Kilian in seinem Element: "1970 waren Koteletten und Schnauzer voll im Trend".
Die farbenprächtigen Clowns.
Die Nachwuchsgarde.
Imposant, die Schülergarde mit ihrem Gardetanz.
Präsident Heinz Kilian (links) ehrte Bürgermeister Josef Schmidkonz, Martina Göhl und Manfred Raschke.
Funkenmariechen Leonie.
Grazie und Power: Funkenmariechen Leonie.
Sandra Mayer (links) und Martina Göhl in der Bütt als zwei alte Omas, "gell old sama worn".

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