22.05.2019 - 12:59 Uhr
MähringOberpfalz

Lehrkräftemangel anpacken

Grünen-Landtagsabgeordnete Anna Toman aus Bärnau sorgt sich um die Versorgung mit Lehrkräften in der Region. Die schulpolitische Sprecherin der Fraktion fordert Taten statt Worte.

Landtagsabgeordnete Anna Toman setzt sich für mehr Lehrer in ländlichen Regionen ein.
von Externer BeitragProfil

"Die Lehrkräfteversorgung deckt gerade an Grund- und Mittelschulen nicht den Bedarf. Gerade unsere Kleinsten sind davon betroffen", betont Anna Toman, Landtagsabgeordnete Bündnis90/Die Grünen in einer Pressemitteilung. Die Staatsregierung sehe zu und komme den Forderungen nach mehr Lehrkräften nicht nach.

Sie unterstützt die Petition des Elternbeirats der Grundschule Mähring (wir berichteten). "Jetzt müssen die Schulen mit genügend Lehrerinnen und Lehrern ausgestattet und für Aufwuchs gesorgt werden, damit die Schulen gut für die täglichen Herausforderungen gerüstet sind", fordert die schulpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion. Die Lehrkräfteversorgung sei einer der zentralen Punkte, um "unsere Kinder fit für ihren Lebensweg" zu machen.

"Ich will endlich Taten statt Worte sehen. Lehrkräftemangel, Druck, Unterrichtsausfälle: Viele der Lehrerinnen und Lehrer in Bayern arbeiten bereits am Anschlag. Sie leisten einen unglaublichen Beitrag zur Integration und Inklusion, dabei dürfen wir sie nicht im Regen stehen lassen. Die Söder-Regierung riskiert mit der Mangelverwaltung die Bildungsqualität und die Gesundheit unserer Lehrkräfte", findet Anna Toman klare Worte in ihrem Schreiben. Gerade Grund- und Mittelschulen seien chronisch unterbesetzt. Die schwarz-orangene Koalition habe die Forderung der Landtagsgrünen nach einer Lehrkräfteversorgung und bei den Haushaltsverhandlungen abgelehnt.

Jede Klasse brauche eine Lehrkraft. Ansonsten sieht sie die Zukunft der Kinder in Gefahr. Nach einem Treffen mit den Vertreterinnen des Elternbeirats der Mähringer Grundschule erklärte Toman: "Gerade die kleinen Schulen im ländlichen Raum brauchen jede einzelne Lehrkraft, um den Standort dauerhaft sichern zu können."

Dass der Grundschule Mähring keine Lehrkraft zur Verfügung gestellt werden könne, zeige, wie verfahren die Situation bereits sei. "Die Grundschule Mähring steht sinnbildlich für alle Kleinstgrundschulen gerade in der Oberpfalz", heißt es von Toman in der Presseerklärung.

Großkonreuth bei Mähring
Im Blickpunkt:

Mähring kein Einzelfall

"Eine besorgte Mutter" aus Mitterteich hat sich ebenfalls an den "Neuen Tag" gewandt. "Ich finde es richtig, dass die Eltern endlich aufwachen." An der Grundschule Mitterteich sehe sie die gleichen Probleme wie in Mähring. Sie spricht von zu wenig Lehrern. Zudem seien einige Pädagogen keine ausgebildeten Grundschullehrer. Die Mutter hat sich anonym bei der Reaktion gemeldet, da sie Kritik des Elternbeirats befürchtet.

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Kommentare

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Peter Steinbock

Der Ruf der Pädagogin aus Bärnau trifft nach meiner Kenntnis die ganze Oberpfalz und das ist ein Stück Unfaßbarkeit. Mir brauchen Politiker eigentlich garnichts weiter zu erklären und zu begründen. Wer die Schulbildung der Kinder nicht als erste Pflicht umsetzt, der wirft Bayern zurück.

23.05.2019