17.03.2019 - 15:48 Uhr
MähringOberpfalz

Nachhaltig und innovativ

Die Marktgemeinde wird Hunderttausende Euro in den Untergrund investieren müssen. Wasser und Kanal werden Mähring in den kommenden Jahren beschäftigen.

Markus Münchmeier erläuterte dem Marktgemeinderat sehr detailliert die Varianten für die Wasserversorgung Asch/Laub und das Kanalkataster.
von Konrad RosnerProfil

Die Verbindung der Wasserversorgung von Laub nach Asch, so Bürgermeister Josef Schmidkonz in der Marktratssitzung, müsse erneuert werden. Dazu gab es schon einige Gespräche, nun soll diese Maßnahme ausgeschrieben werden.

Markus Münchmeier vom Ingenieurbüro ME aus Erbendorf erläuterte dem Marktgemeinderat sehr detailliert drei verschiedene Varianten für die Erneuerung dieser rund 1,4 Kilometer langen Wasserleitung. Bürgermeister Josef Schmidkonz betonte dabei, dass er für eine offene Entsäuerung sei, da geschlossene Anlagen nur Probleme erzeugten. Markus Münchmeier betonte, dass dies machbar sei.

Katastrophaler Zustand

Zudem verwies Münchmeier auf die Tatsache, dass der Kanal in Laub in einem katastrophalen Zustand sei, so dass bei der Baumaßnahme in Laub begonnen werden müsse, dies sage auch das Wasserwirtschaftsamt. Schmidkonz verhehlte nicht, dass die Wasserversorgung und der Kanal schon seit Längerem ein Thema seien, doch das Warten habe sich dennoch gelohnt. Denn nun gebe es mehr Förderung von seiten des Staates.

Letztlich war sich das Gremium einig, die Variante eins zu favorisieren, die zwar mit geschätzten 705 000 Euro die Teuerste ist, jedoch auch nachhaltig und innovativ. Münchmeier und sein Ingenieurbüro werden nun diese Variante auf die Machbarkeit überprüfen. In der nächsten Marktgemeinderatssitzung am 1. April wird dann dieses Thema wieder auf der Tagesordnung stehen. Ein weiteres Thema war die Erstellung eines Kanalkatasters, dazu wurde die Marktgemeinde vom Landratsamt aufgefordert. Bis Ende 2020 soll dieser Kanalkataster für die insgesamt 45 Kilometer langen Kanäle fertiggestellt sein.

Münchmeier erläuterte dem Gremium, wie solch ein Kataster erstellt werde. Dazu müssten zunächst alle Kanäle und Schächte aufgenommen und vermessen werden. Dann müssten alle Kanäle befahren und bewertet werden, ehe eine Datenbank erstellt werde, so der Fachmann. Bürgermeister Josef Schmidkonz betonte, "wir werden den Kanalkataster machen müssen, wir sollten in Großkonreuth beginnen".

Für Kanalkataster

Der Bürgermeister machte klar, dass ohne einen Kanalkataster die Entwicklungsmöglichkeiten in der Marktgemeinde gehemmt seien, sprich es dürften keine neuen Häuser mehr gebaut werden. Einstimmig war der Marktrat deshalb dafür, das Erstellen eines Kanalkatasters in Angriff zu nehmen. Die Kosten für dieses Kataster, so erste Berechnungen Münchmeiers, werden sich auf rund 450 000 bis 600 000 Euro belaufen.

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