05.04.2019 - 11:42 Uhr
MähringOberpfalz

Viel zu tun für die Gemeinde Mähring

Vom "Bau-Boom" bis hin zur Wasserversorgung in der Gemeinde: Der Marktgemeinderat in Mähring hatte eine umfangreiche Tagesordnung.

Die Mitglieder des Marktgemeinderats bei der Besichtigung des Raiffeisengeländes in Griesbach.
von Redaktion ONETZProfil

Die April-Sitzung des Marktgemeinderat Mähring begann mit einem Ortstermin in Griesbach. Die Mitglieder des Rates besichtigten das alte Raiffeisengebäude. Es bestehe die Möglichkeit, dass die Gemeinde Mähring dieses kaufen könnte, so Bürgermeister Josef Schmidkonz. So könne eventuell der Bauhof oder die Feuerwehr die leerstehenden Lageflächen nutzen.

Anschließend machte der Rat noch einen spontanen Abstecher zum Badeweiher. Diesen haben die Einwohner Griesbachs in Eigeninitiative hergerichtet. Sie entfernten Algen und legten den Einstiegsbereich mit Steinen aus. Das Material dafür bekamen die Bürger von der Gemeinde.

Zur Entsäuerung nach Laub

Die Sitzung wurde schließlich im Rathaus in Großkonreuth fortgesetzt. Dort traf Markus Münchmeier vom Ingenieurbüro Münchmeier-Eigner aus Erbendorf mit einer Mitarbeiterin zum Gremium. Der Grund dafür: Die Wasserversorgung zwischen Asch und Laub. Münchmeier stellte drei verschiedene Varianten vor, mit denen es möglich wäre, eine Zusammenführung zu erreichen. Letztlich entschied sich die Mehrheit des Rates (acht Stimmen dafür), eine Verbindungsleitung einzubauen und auf eine Entsäuerung in Laub umzusteigen. Anstatt einer eigenen Entsäuerung in Asch soll das Wasser aus dem Dorf künftig nach Laub gepumpt, dort entsäuert und anschließend wieder zurück gepumpt werden. Zwei Ratsmitglieder stimmten gegen diese Variante.

Kanalsanierung in Laub

Ein weiteres Diskussionsthema war die Kanalsanierung in Laub. Die Gemeinde hatte die Auflage bekommen, etwas gegen die beschädigten Rohre der Über- und Niederschlagswasserkanäle zu unternehmen. Münchmeier schlug vor, die Rohre im Ort selbst zu erneuern und außen gelegene zu sanieren. Deswegen müsse er aber erst Rücksprache mit dem Wasserwirtschaftsamt halten, so Münchmeier. Es sei auch möglich, dass alle Rohre ersetzt werden müssen. Persönlich hielte er dies aber nicht für nötig, ergänzte der Ingenieur. Der Rat einigte sich einstimmig darauf, das Ingenieurbüro Münchmeier einen Antrag für das Wasserwirtschaftsamt vorbereiten zu lassen.

"Bau-Boom" in Griesbach

Anschließend widmete sich der Marktgemeinderat Bauanträgen. Schmidkonz freute sich über die vielen Anträge: "Griesbach erlebt einen echten Bau-Boom. Man sieht, es bewegt sich was." Herbert Reisnecker aus Laub beantragte den Neubau eines Bullenmaststalles mit Güllegrube auf dem eigenen Grundstück. Martin Schneider aus Dippersreuth beantragte den Neubau einer Garage. Ferner möchte Helmut Waidhas aus Großkonreuth eine Maschinenhalle errichten. Karolin und Daniel Gollwitzer aus Asch beantragten den Abbruch des bestehenden Dachstuhls, einen Neubau des Dachgeschosses und eine Nutzungsänderung des Gebäudes. Außerdem stellte Karl Ortlepp Antrag darauf, im Gewerbegebiet Schäfersbühl bei Großkonreuth eine Lagerhalle für ein kleines Bauunternehmen zu errichten. Alle Bauanträge wurden vom Gremium einstimmig angenommen.

Gastschulantrag abgelehnt

Diskutiert wurde auch der Gastschulantrag einer Familie aus Mähring. Der Sohn soll von der Schule in seinem Heimatort zu der in Tirschenreuth wechseln, da die Eltern längere Betreuung brauchen, als ihnen in Mähring geboten wird. In Tirschenreuth könne das Kind nach der Schule betreut werden und die Großeltern könnten sich ihm dort auch annehmen. Bürgermeister Schmidkonz ergänzte nach der Vorstellung des Antrags direkt: "Wir müssen irgendwann die Öffnungszeiten des Kinderhauses in Mähring verlängern. Sonst gehen all unsere Kinder nicht mehr auf unsere Schule." Im Kinderhaus werden Schüler nach dem Unterricht mit betreut. Aus dem Rat kamen ähnliche Stimmen. Man sei dagegen, die hiesige Grundschule zu schwächen, obwohl man so viel Geld investiere. Außerdem wurde die Befürchtung laut, dass die Erlaubnis in einem Einzelfall eine Kettenreaktion auslösen könnte. Dementsprechend beschloss der Marktgemeinderat einstimmig, den Gastschulantrag abzulehnen, den Eltern aber das Angebot zu machen, das Kinderhaus in Mähring länger geöffnet zu lassen.

Abdeckung für Sandkasten und Bestätigung zweier Kommandanten

Ein weiteres Thema war die Beschaffung von zwei Sandkastenabdeckungen für das Kinderhaus in Großkonreuth. Der Rat stimmte einstimmig dafür, hierfür ähnliche Exemplare wie für die Kinderkrippe zu erwerben.

Abschließend bestätigte der Marktgemeinderat Michael Weidhas zum zweiten Kommandanten der Feuerwehr Großkonreuth und Markus Mayer zum zweiten Kommandanten der Feuerwehr Mähring.

Den Badeweiher in Griesbach haben die Bürger in Eigeninitiative hergerichtet. Der Gemeinderat sah sich die Arbeit der Einwohner an.
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