07.06.2020 - 11:17 Uhr
MähringOberpfalz

Zeit, dass wieder Normalität einkehrt

Corona und die bayerisch-tschechische Freundschaft: Europaabgeordneter Doleschal mit Mähringer Bürgermeister Franz Schöner am Grenzübergang.

Bildunterschrift: Bilder wie dieses an der bayerisch-tschechischen Grenze in Mähring, Landkreis Tirschenreuth, gehören hoffentlich nun für immer der Vergangenheit an. Europaabgeordneter Christian Doleschal mit Bürgermeister Franz Schöner an dem geschlossenen grenzüberschreitenden Fahrradweg von Mähring nach Marienbad. Bilder wie dieses an der bayerisch - tschechischen Grenze in Mähring, Landkreis Tirschenreuth, gehören hoffentlich nun für immer der Vergangenheit an. Europaabgeordneter Christian Doleschal mit Bürgermeister Franz Schöner an dem geschlossenen grenzüberschreitenden Fahrradweg von Mähring nach Marienbad.
von Externer BeitragProfil

"Die bayerisch-tschechische Freundschaft wird auch die Corona-Krise überstehen", ist Europaabgeordneter Christian Doleschal überzeugt. Bei einem Besuch in Mähring tauschte er sich mit Bürgermeister Franz Schöner laut Pressemitteilung über die aktuelle Situation aus.

"Offene Grenzen, sind keine Selbstverständlichkeit, das haben wir in den vergangenen Wochen, hier im Herzen Europas schmerzhaft erfahren müssen. Gerade auch hier in Mähring, wo die grenzüberschreitende Freundschaft wirklich gelebt wird, von den Kleinsten im Kindergarten bis zum Bürgermeister", so Doleschal. Für Franz Schöner, der sich seit Jahren für die bayerisch-tschechische Freundschaft mit Herzblut einsetze, sei es ein seltsames Gefühl gewesen, an der geschlossenen grünen Grenze zu stehen.

Der Bürgermeister sei von den zunächst rigorosen Grenzschließungen schockiert gewesen: "Die Grenzschließung war für uns Mähringer ein herber Einschnitt. Vor allem jetzt im Frühling ist der grenzüberschreitende Rad- und Wanderweg von Mähring nach Marienbad beliebt und gut genutzt."

Seit März sei der Weg an der Staatsgrenze zu Tschechien mit Betonpollern und Gestrüpp versperrt gewesen. "Persönlich hätte ich nicht gedacht, dass es dazu kommen könnte. Eigentlich war für Anfang Mai ein großes Fest anlässlich der 30-jährigen Grenzöffnung geplant, das mussten wir leider wegen Corona absagen."

Corona zum Trotz stehe die Arbeit im Rathaus nicht still. Ganz im Gegenteil. Franz Schöner, der erst seit wenigen Wochen als ehrenamtlicher Bürgermeister im Amt ist, verbringe beinahe jede freie Minute im Rathaus. Gerade auch die Strukturförderung der EU beschäftigt ihn: "Wir haben in der ganz Region sehr von den europäischen Mitteln profitiert. Zum Beispiel die Gärten der Freundschaft in unserem Kindergarten, wären ohne die Förderung der EU nicht denkbar gewesen."

Doleschal, der im Ausschuss für Regionale Entwicklung an den für die Region wichtigen Regional- und Strukturförderung mitarbeitet, zeigt sich zuversichtlich: "Am Anfang der Verhandlungen war noch gar nicht klar, ob wir überhaupt weiter berücksichtigt werden, weil sich vor allem die Oberpfalz hervorragend entwickelt hat. Ziel war es, dass wir die Voraussetzungen schaffen, dass die Oberpfalz auch künftig von der EU-Förderstruktur profitiert. Heute bin hoch zuversichtlich, dass uns das gelungen ist. Jetzt gilt es, sich für einen möglichst hohen Mittelzuschuss einzusetzen."

Mit Blick auf die komplette Öffnung der tschechischen Grenze zum Freitag, 5. Juni freut sich der Europaabgeordnete: "Ein Europa ohne Schlagbäume und Kontrollen ist, gerade für uns in der Grenzregion, zur Selbstverständlichkeit geworden. Es wird Zeit, dass jetzt für unsere Unternehmen, aber auch Familien und Freunde Normalität einkehrt."

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Volker Bregulla

zu: Zeit, dass wieder Normalität einkehrt

Radweg? Wo sehen Sie einen Radweg?
Dieses Bild zeigt die Misere bei den Radwegen im östlichen Landkreis Tirschenreuth deutlich auf.
Einerseits sind in den letzten Jahren im Landkreis schöne und gut ausgebaute Radwege entstanden, andererseits ist gerade der östliche Teil des Landkreises, also die Grenzregion, radwegetechnisch eher Diaspora. So ist zum Beispiel der „Radweg“ von Tirschenreuth nach Mähring die auch von LKWs stark befahrene Staatsstraße 2167. Man muss schon sehr mutig (lebensmüde) sein, diese Straße mit dem Rad zu befahren. Ein geplanter Radweg abseits dieser Straße wird wegen lokaler Streitigkeiten seit Jahren verhindert.
Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen in und nach der Coronakrise einmal zusammensetzen und den neu entstandenen Zusammenhalt in der Bevölkerung auch praktisch umsetzen.
Der im Bild gezeigte Pfad ist übrigens Zubringer zum Europaradweg 13 „Eiserner Vorhang“.
Vielleicht kann ja der Europa-Abgeordnete da ein wenig helfen ...
Wir besuchen den Landkreis Tirschenreuth übrigens seit Jahrzehnten zweimal jährlich als Urlauber mit dem Rad und würden uns über jede Verbesserung der Radinfrastruktur freuen.

08.06.2020