Einem jungen Hobbit namens Frodo wird ein Ring anvertraut, von dem eine dunkle Macht ausgeht. Dieser macht sich mit seinen Freunden auf eine abenteuerliche Reise, um das von der zerstörerischen Kraft des Rings bedrohte Auenland zu retten. So könnte man in nur zwei Sätzen die Handlung des Buches beschreiben, das seit Jahren auf der Liste der Lieblingsbücher ganz oben steht: John R. R. Tolkiens "Der Herr der Ringe". Wann haben Sie sich das letzte Mal auf eine Reise begeben? Nicht mit dem Flugzeug, dem Zug oder dem Auto - sondern in Ihrer Fantasie, eins Ihrer Lieblingsbücher lesend? Sie sollten das ruhig öfter tun.
Denn inzwischen ist auch wissenschaftlich bewiesen, was Leseratten und Bücherwürmern schon lange klar ist: Lesen macht glücklich. Eine neue Studie von Josie Billington von der University of Liverpool zeigt: Unter mehr als 4000 befragten Erwachsenen fühlten jene sich deutlich wohler, die mindestens 20 Minuten pro Woche aus eigenem Interesse lasen. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Leser zufriedener mit ihrem Leben waren, lag um ein Fünftel höher als bei den Nichtlesern. "Bücher sind kein geringer Teil des Glücks", sagte einst Preußenkönig Friedrich II., der Große. "Die Literatur wird meine letzte Leidenschaft sein."
Die Gründe, warum Lesen glücklich macht, sind so einfach wie vielfältig. Zunächst hilft es dabei, Lebenskonzepte und Meinungen zu erfahren, mit denen man sonst nicht in Berührung gekommen wäre. Lesen erweitert also den Horizont, macht uns verständnisvoller im Umgang mit unseren Mitmenschen. Weiterhin kann die Lektüre eines guten Buches helfen, den Sinn im Leben wiederzufinden, uns zu entspannen oder zu erkennen, dass wir mit unseren Problemen nicht allein sind. Nicht zuletzt bietet das Lesen Gesprächsstoff, fördert Respekt und Toleranz und hilft dabei, Menschen zusammenzubringen.
Inzwischen wurde sogar der therapeutische Nutzen von Büchern erkannt. Verfechter der sogenannten "Bibliotherapie" sind sich sicher: Bücher helfen, wenn sie Menschen dazu bringen, über ihre Probleme zu sprechen. Ob Sie sich nun mit dem jungen Hobbit Frodo auf eine abenteuerliche Reise begeben, mit Ihrem Lieblingskommissar einen kniffligen Fall lösen, sich vom kleinen Prinzen bezaubern lassen oder mit Sten Nadolny die Langsamkeit entdecken, das bleibt ganz Ihnen überlassen. Wichtig ist, dass Sie überhaupt lesen. Denn ein gutes Buch hilft immer - zum Glück! (ewa)













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.