Vorsitzender Friedrich Janner dankte jenen Mitbürgern, die die Freien Wähler mit Geschichten“ für die Fastenpredigt versorgt hätten. „Wer derbleckt wird, für den ist das eine Auszeichnung, denn nichts ist schlimmer, als in einer Starkbierrede nicht erwähnt zu werden", stellte er fest. Der „Harmonika-Franz“ sorgte für die musikalische Begleitung und hatte für den zahlreich erschienen Zapfwellenstammtisch „Alt's Glump“ auch „Resi, i hol di mit meim Traktor ab“ auf Lager. Unter großem Hallo trat dann Pater Klaus auf. „Ja, das letzte Mal, da ich mich nach Mantel hab' verirrt, da hat in Bayern noch der Seehofer regiert.“ Auf Hubert Aiwanger gemünzt war: „Doch nach der Wahl er nicht mehr knurrt, sondern höchstens wie ein Kätzchen schnurrt. Der „Opfelsoft Hubert“ hat den Koalitionsvertrag nicht einmal richtig gelesen, da ist er schon unterschrieben gewesen." Passend für die Landwirte kam der Trinkspruch: „Melkt der Bauer seinen Stier, trank der Trottel zu viel Bier.“
Der Landtagswahlkampf von Landtagsabgeordneten Stephan Oetzinger handelte Klaus ab mit: „Und hom's in Letzau an Hasenstall eing'weiht, dann houst g'wusst, der Ötzi ist gwieß niat weit.“
Zum Thema Bürgermeisterwahl mussten alle Kandidaten den Spott des Predigers aushalten. „,Des muss ich packen', hat sich der Richard Kammerer (CSU) gedacht und jeden Tag aus der Zeitung außerg'lacht.“ „Bei den Roten, da kannte man sich lange nicht aus, doch dann holten sie den Klier Mane aus dem Sack heraus. Der arbeitet in Nürnberg drauß bei der Stadt und hat wohl die tägliche Fahrt dorthin satt." FWG-Vorsitzender Friedrich Janner musste sich folgendes anhören: „Die meisten kennen ihn nur im Overall auf dem Schlepper oder im Stall. Drum schaute mancher Bürger ganz verwirrt, wer hat sich da in einen Anzug hineinverirrt?“ „Johannes Neumann oder so ähnlich sich der vierte Kandidat nennt, einer den in Mantel kein Schwein kennt.“
Zur Sprache kam der erneute Pfarrerwechsel sowie der abgeschaffte Trauerzug der katholischen Pfarrei zum Friedhof. „Die Manteler können dem lieben Gott danken, denn nun bekommen sie als Pfarrer einen Franken.“ Gelacht wurde auch über die missglückte Bestellung des Weihnachtsessens für den Marktrat. Nur Freie Wähler und SPD haben Gänsebrüste bekommen, die CSU hatte mit Bratwürsten vorlieb nehmen müssen. Ein Vorschlag aus dem Marktrat, ob man nicht auf dem Hügel des Kreisverkehrs eine Bienenweide anpflanze könne, wurde ebenfalls von Bruder Klaus verarbeitet. „Vielen Insekten als Nahrung soll der Hügel dienen, Mantel geht voraus, Mantel rettet die Biene. Die Mantler sind gar nicht dumm, die setzen mit einem Kreisverkehr das Volksbegehren um." Der gescheiterte Verkauf des Gasthauses „Zur Post“ kam auch zur Sprache. „Einige von den ganz Schlauen befürchteten, der neue Eigentümer tät ne Moschee da hinbauen. Während Pfarrer Ruhs auf seiner Kanzel steht, riefe gegenüber der Muezzin zum Gebet.“ Eine weitere Geschichte war, dass Manöverfahrzeuge bei der Durchfahrt durch Mantel die Feuerwehrleute daran hinderten, zu einem Einsatz zum Feuerwehrhaus zu kommen. Beklagt wurde auch, dass die Manteler fünf Festplätze haben und noch immer kein Altenheim. Für Hans Kick, Vorsitzender von Alt's Glump, wurde ein Aufruf gestartet: „Das Manko ist, er ist noch immer allein. (Kick konterte: "Gott sei Dank"). Der Stammtisch meint, das kann nicht länger so sein. Eine Frau mit viel Busen und auch so ganz gut gebaut, das wär`s was ihn umhaut.“ Ein weiteres Stammtisch-Mitglied wurde erinnert, wie er, als er auf dem Gehsteig vor seinem Haus parkte, ein Knöllchen erhielt. Die Rede schloss der Fastenprediger mit: Vergelt's Gott sag ich schon mal für den Applaus. Bis zum nächsten Jahr. Bleibt sauber, euer Pater Klaus.“ Zum süffigen Naabecker Doppelbock hielt Wirtin Helene Janner deftige Brotzeiten bereit.
„Die Manteler können dem lieben Gott danken, denn nun bekommen sie als Pfarrer einen Franken.“
„Und hom's in Letzau an Hasenstall eing'weiht, dann houst g'wusst, der Ötzi ist gwiß niat weit.“















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