08.04.2021 - 10:17 Uhr
MantelOberpfalz

Erneuerung der Haidenaabbrücke bleibt Geduldsspiel

CSU-Abgeordneter Stephan Oetzinger und Bürgermeister Richard Kammerer trafen sich mit Experten vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach. Die Frage: Was passiert nun mit der Haidenaabbrücke bei Mantel?

Von den Fachleuten vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach wollten Abgeordneter Stephan Oetzinger und Bürgermeister Richard Kammerer erfahren, wie und wann es mit dem Brückenbau weitergeht. Von links: Hannes Neudam, Alexander Deeg, Kammerer, Felix Steghöfer und Oetzinger.
von Eva SeifriedProfil

Die Haidenaabbrücke der Staatsstraße 2166 bei Mantel hat mittlerweile eine lange Geschichte. Zuerst ging es mal um eine Sanierung, dann den Neubau. Den aktuellen Stand erörterten nun CSU-Landtagsabgeordneten Stephan Oetzinger und Bürgermeister Richard Kammerer mit dem Abteilungsleiter des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach, Felix Steghöfer, Gebietsinspektor Alexander Deeg und Brückenbau-Abteilungsleiter Hannes Neudam.

Im vergangenen Jahr war deutlich geworden, dass eine Sanierung ausscheidet, da diese die Kosten eines Neubaus deutlich überschreiten würde. „Im Herbst letzten Jahres wurde der Bauwerksentwurf der Regierung vorgelegt. Wir erwarten nun in den nächsten Wochen die Genehmigung,“ erläuterte Steghöfer den aktuellen Stand. Im Anschluss seien dann noch baurechtliche Voraussetzungen wie die wasserrechtliche und umweltschutzrechtliche Genehmigung einzuholen und die Bauerlaubnisse der privaten Anlieger. Aufgrund des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets (FFH-Gebiet) und des festgesetzten Überschwemmungsgebiets sei dies keine ganz einfache Gemengelage.

Wenn bei diesen Genehmigungen alles optimal laufe, sei eine Ausschreibung der Baumaßnahme 2022 zu erwarten, sagten die Vertreter des Bauamts. „Da eine Sanierung der bestehenden Brücke ausscheidet, ist vorgesehen, zunächst eine Behelfsbrücke neben der Bestandsbrücke zu errichten, so dass der Verkehr weiter an dieser Stelle die Haidenaab queren kann,“ führte Brückenexperte Neudam aus. Nach der Inbetriebnahme dieser Behelfsbrücke erfolge dann der Abbruch der alten und der Neubau der neuen Brücke. „Die Brücke ist Teil einer der wichtigsten Ost-Westverbindungen der Region, was auch an der Verkehrsbelastung deutlich wird,“ machte Oetzinger die Bedeutung der Maßnahme deutlich, für die ein mittlerer einstelliger Millionenbetrag veranschlagt werden müsse.

Bürgermeister Kammerer hofft auf eine positive Bewertung der Baumaßnahme durch die beteiligten Träger öffentlicher Belange. „Ein zusätzlicher Eingriff in die Natur bleibt dadurch gering, da es sich um einen Ersatzneubau handelt. Für viele Bürger aus Mantel und Weiherhammer, ganz besonders aber für die Anlieger ist die jetzige Situation eine große Belastung, weshalb der Markt Mantel den Neubau sehnlichst erwartet,“ brachte er seine Hoffnung auf einen baldigen Baubeginn zum Ausdruck.

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Mantel

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