20.07.2020 - 17:58 Uhr
MantelOberpfalz

Grund für Ortsumgehung Mantel: Mit allen Beteiligten im Gespräch

Der Marktrat Mantel arbeitet in seiner Sitzung viele Punkte zügig und mit großer Einigkeit ab. Ein Thema dabei ist die Ortsumgehung.

In den Haidenaab-Auen um Mantel ist der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling heimisch. Daher stemmt sich der Landesbund für Vogelschutz gegen die geplante Ortsumgehung bei Mantel.
von Eva SeifriedProfil

Die SPD hatte für die jüngste Sitzung des Marktgemeinderats einen Antrag auf Aufklärung über den aktuellen Stand des Verfahrens zur Ortsumgehung Mantel gestellt. Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) hat zehn Wochen Zeit für eine Begründung der Klage. Daniela Fuhrmann von der SPD führte aus, dass laut LBV die naturschutzrechtlichen Fachplanungen mangelhaft seien und der Grunderwerb noch nicht abgeschlossen sei. Laut einer E-Mail sprechen sich Vertreter des LBV-Ortsverbandes gegen eine Klageerhebung aus.

MdL Stephan Oetzinger merkte an, dass die Behauptung, es sei politischer Druck ausgeübt worden, unzutreffend sei. Hinsichtlich des Grunderwerbs sei der Landkreis mit allen Beteiligten im Gespräch. Manfred Klier von der SPD erklärte, dass Schuldzuweisungen zu nichts führten. Stefan Lippik von den Freien Wählern betonte, dass aufgrund der Tatsache, dass sehr viele Autos durch den Ort fahren, das Argument, die Klage richte sich nicht gegen die Menschen, nicht nachvollziehbar sei. AfD-Marktgemeinderat Hermann Schröder sprach die Sanierung der Brücke über die Haidenaab an. Bürgermeister Richard Kammerer erwiderte, dass hier kein Zusammenhang bestehe.

Durchgewunken wurden vier Bauanträge. Bei der Änderung des Flächennutzungsplanes für das Sondergebiet „Photovoltaik-Anlage Schopperhöhe“ und der Aufstellung des Bebauungsplanes ging es um die Stellungnahmen der Behörden. Es wurden einige Anregungen aufgenommen und ergänzt.

Bei der Erschließung des Baugebietes "Schlossäcker II" erhielt den Auftrag die Firma Markgraf aus Weiden zum Angebotspreis von 752.772 Euro. Mit der Bayernwerk Netz GmbH wurde ein Stromkonzessionsvertrag abgeschlossen, der vom 1. Juni 2023 bis zum 31. Mai 2043 läuft. Geändert wurden die Gebühren für die Leistung von Bestattungsunternehmen. Festgelegt wurde auch, dass bei Urnenrohren kein Blumenschmuck neben, auf oder um die Platte gestellt werden darf. Für Grabmale bei Urnenrohren gelten als Höchstmaße: Länge 50 Zentimeter, Breite 50 Zentimeter, Höhe 10 Zentimeter; bei runden Ausführungen Durchmesser 50 Zentimeter.

Die Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft erhält für die Auffrischung der Vereinsfahne einen Zuschuss der Kommune von 230 Euro. Letztere bezuschusst auch die Ministrantenfahrt von sechs Altardienern aus der Pfarrei mit drei Euro pro Person und Tag. Da die Hilfsaktion des Deutsch-Amerikanischen Gemeinsamen Ausschusses (DAGA) für Bedürftige in Gefahr ist, wird Bürgermeister Richard Kammerer diesem eine Zuwendung aus seinen Verfügungsmitteln geben.

Er gab zudem bekannt, dass Sanierungsarbeiten an der 110-Kilovolt-Leitung Etzenricht – Grafenwöhr geplant seien. Außerdem habe eine Probe-Kanalbefahrung im Ortskern stattgefunden. Die Befahrung des restlichen Kanalnetzes sei für Oktober geplant. Kammerer teilte dann mit, dass die Firma Gunter Weber Sand für den Baggerweiher-Badestrand gespendet habe, ebenso für die Befüllung der Sandsäcke. Die Firma Ratisbona werde demnächst den Bauantrag für den Netto-Markt einreichen, die Firma Bergler wolle noch in diesem Jahr Auffüllungen vornehmen.

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Der Bürgermeister informierte, dass der Markt aus der Städtebauförderung Mittel in Höhe von 30.000 Euro erhalten werde. Nach einer Wasseruntersuchung sei die Qualität des Badeweihers sehr gut. An drei markanten Punkten seien Hinweisschilder auf spielende Kinder angebracht worden. Dritter Bürgermeister Johann Gurdan fragte hinsichtlich eines Bauvorhaben in Steinfels an. Nach Aussage des Grundstückseigentümers sei 2012 ein Grünordnungsplan erstellt worden, darin sei vermerkt, dass alle drei Jahre die Fläche von Büschen befreit werden müsse, so die Antwort. Nach Auskunft des Landratsamtes seien die Aussichten für eine Baugenehmigung gering.

Manfred Klier von der SPD schlug vor, am Kreisverkehr Grassamen zu säen. Die Fachberaterin des Landratsamtes hatte allerdings darauf hingewiesen, dass es einige Zeit dauern werde, bis alle Pflanzen aufgegangen sind. Die Röhren für das Wappen könnten eventuell gekürzt werden. Friedrich Janner von der FWG sprach die Gestaltung von Friedhofswegen an. Laut Bürgermeister Richard Kammerer läuft derzeit eine Ausschreibung für die Sanierung der Friedhofsmauer. Hinsichtlich der Gestaltung der Wege habe der Bauausschuss verschiedene Vorschläge eingebracht. Eine Gartenfachberaterin werde Vorschläge zur Gestaltung aufgelassener Gräber unterbreiten. Das Kinderhaus St. Elisabeth schließe in diesem Sommer nur zwei statt drei Wochen, merkte der Rathauschef an. Hier sei mit Pfarrer Thomas Kohlhepp und einem Caritas-Mitarbeiter gesprochen worden.

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