15.04.2019 - 16:58 Uhr
MantelOberpfalz

Jäger wählen Hans Dittrich

Die Jäger haben wieder einen Chef: Hans Dittrich übernimmt in der Kreisgruppe den Vorsitz. Das Amt war seit April 2017 verwaist. Wolfgang Hohlmeier hatte den Jagdschutz- und Jägerverband kommissarisch geführt.

Der Jagdschutz- und Jägerverband Weiden-Neustadt, Kreisgruppe des Landesjagdverbandes, hat wieder einen vollzähligen Vorstand. Neuer Vorsitzender ist Hans Dittrich (stehend, Fünfter von rechts), zweiter Vorsitzender bleibt Wolfgang Hohlmeier (stehend, Siebter von rechts), dritter Vorsitzender Florian Schott (stehend, Vierter von rechts).
von Reinhard KreuzerProfil

Bei der Neuwahl in der Kreisversammlung in der Mehrzweckhalle in Mantel behielt er seinen Posten als zweiter Vorsitzender. Neuer Chef ist Dittrich. Der stellvertretende Schulleiter aus Weiden, Vorsitzender der Hegergemeinschaft Floß, vereinte alle Stimmen auf sich. Dritter Vorsitzender ist Florian Schott.

Nach dem „Halali“ und „Jagd vorbei“ der Bläsergruppen für die verstorbenen Mitglieder legte Hohlmeier, der seit April 2017 die BJV-Kreisgruppe vorübergehend führte, einen Rückblick vor. Er erwähnte unter anderem den Waldkindertag für zwei Grundschulklassen aus Weiden und Etzenricht sowie die Hubertusfeier in der Hegegemeinschaft Neustadt.

Lisl Radies berichtete über Strahlenmessungen. 313 waren es im Vorjahr, davon habe in 53 Fällen beim erlegten Wild der Wert höher als 600 Becquerel gelegen. Zur Jungjägerausbildung sagte Hans Trottmann, dass sich 26 Teilnehmer angemeldet hatten, 19 bestanden die Prüfung. Aktuell läuft wieder ein Kurs, an dem auch acht Frauen teilnehmen. 25 Anwärter wollen im Mai die Prüfung schaffen. Im Herbst startet ein weiterer Kurs, die Plätze seien bereits belegt. Trottmann dankte Hans Lehner, der schon 20 Jahre Ausbilder ist.

Die Brauchbarkeitsprüfung absolvierten sieben Hunde. Wie Gerhard Greim informierte, soll es wieder eine Prüfung geben, für die sich Hundeführer noch melden könnten. Mirko Bertl erzählte von der Bläsergruppe Weiden-Neustadt. 44 Proben absolvierten die 25 Bläser, dazu kamen 13 Einsätze. Die Windischeschenbacher Bläser, vertreten durch Matthias König, probten 48 Mal und hatten 16 öffentliche Auftritte. Schatzmeister Hans Lehner legte die Kassenzahlen vor und vermeldete ein leichtes Plus.

Außer dem neuen Vorsitzenden Dittrich sitzen im Vorstand Schatzmeister Hans Lehner, Schriftführer Michael Singer, Stellvertreterin Christine Mathes und Hundeobmann Gerhard Greim. Ein Schießobmann fand sich nicht. Beisitzer sind Kerstin Flessa, Ottmar Schmid, Hans-Günther Böhm, Ingrid Völker und Mirko Bertl. Kassenprüfer: Otto Uhl und Monika Flor. Gunther König schied als Revisor aus.

Reinhold Meier sprach das Thema „Wölfe“ an. Die Probleme scheinen derzeit noch zu gering zu sein, als dass es seitens der Politik und auch vom Jagdverband eine klare Stellungnahme gäbe, vermutete er. Die Probleme mit Straßenverkehr, Tollwut und Landwirtschaft scheinen nicht wahrgenommen zu werden, die Zahlen werden seiner Meinung nach künstlich gering gehalten. In ein paar Jahren, so meinte Meier, sei das Problem "Wolf" ebenso groß wie das Problem "Biber" es jetzt schon sei. Hans Lehner vom „Netzwerk große Beutegreifer“ appellierte an die Jäger: „Alle Bilder, die von Wildkameras aufgenommen werden und auf denen ein wolfsähnliches Tier zu erkennen ist, sollen umgehend an ihn oder das Landesamt für Umwelt gemeldet werden." Einen eindeutigen Beweis jedoch gebe nur ein DNA-Test wie im Fall bei Roschau.

Bericht über die Hegeschau 2019 des Jagdschutz- und Jägerverbandes Weiden-Neustadt in Mantel

Mantel

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