20.03.2019 - 11:30 Uhr
MantelOberpfalz

Vom "Kini" unterzeichnet

Vorsitzender Reinhold Deglmann überraschte in der Jahreshauptversammlung der KSRK mit der Mitteilung, dass Karl-Heinz Kuschidlo bei einer Überprüfung der Vereinsbestände im alten „Gasthaus zur Post“ einen besonderen Fund gemacht hat.

Ehrenkreisvorsitzender Alfons Betzl (links), Bürgermeister Richard Kammerer (Zweiter von links), Kreisvorsitzender Heinrich Scheidler (Zweiter von rechts) und Vorsitzender Reinhold Deglmann (rechts) gratulieren den Geehrten. Karl-Heinz Kuschidlo (Fünfter von rechts) erhielt das Fahnenträgerabzeichen des Bayerischen Soldatenbundes in Bronze.
von Johann KneißlProfil

Er entdeckte eine Urkunde, unterzeichnet von König Ludwig II. am 15.1.1880, die die Anmeldung zum Bayerischen Veteranen-, Krieger- & Kampfgenossen-Bund (heute Bayerischer Soldatenbund) beinhaltet. Die Urkunde soll nun bei der 140-Jahr-Feier der Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft (KSRK) im Oktober als Kunstbild neu gefasst und gewürdigt werden.

Reservistenbetreuer Andreas Fellner erinnerte an die Kriegsgräberpflegeeinsätze in Frankreich, Belgien und Deutschland. Die Reservistenkameraden beteiligten sich am Leistungsmarsch, nahmen am Schießen teil und besuchten ein Seminar für Sicherheit und Funktionspersonal in Weiden. Voll des Lobes war Bürgermeister Richard Kammerer für die KSRK Mantel. „Es lag mir schon am Herzen, dass dem Verein im neuen Gemeindezentrum ein Traditionsraum zur Nutzung und Unterbringung seiner Vereinsutensilien zur Verfügung steht“, betonte der Rathauschef. Für die 140-Jahr-Feier am 19. Oktober stellte er einen Zuschuss in Aussicht.

Ehrenkreisvorsitzender Alfons Betzl äußerte sich mit Wohlwollen darüber, dass neuerdings Fahnenträgerabzeichen in Gold, Silber und Bronze vergeben werden. Bezirksvorsitzender Heiner Scheidler bedauerte den anhaltenden Mitgliederschwund bei den Krieger- und Soldatenkameradschaften, fand aber lobende Worte für den Fleiß in der Manteler, die bei Sammelaktionen und Teilnahmen an Soldatenwallfahrten immer wieder angenehm auffielen.

Deglmann wies darauf hin, dass die KSRK auch weiterhin den Leichenzug bei Begräbnissen anführen werde. Allerdings sei künftig nicht mehr das Bistum der Kirche, sondern der BSB Unfallversicherungsträger. Er rief dazu auf, Erkundigungen nach Requisiten von verstorbenen oder ehemaligen Kriegsteilnehmern einzuziehen und das Angebot zu machen, dass die KSRK Mantel Orden, Urkunden oder Kriegsexponate mit Besitzernennung in ihren Räumen aufbewahrt. Bei einem geeigneten Anlass könnten diese ausgestellt werden. Waffen oder verbotene Gegenstände seien jedoch nicht erwünscht.

Kreisorganisationsleiter Günter Bogner gab die Umbenennung der „Ostmarkkaserne“ bekannt, was nicht bei allen Zuhörern auf positive Resonanz stieß. Bogner forderte die Reservisten auf, an Schießveranstaltungen teilzunehmen. So wäre eine Anmeldung in Sechsergruppen am Schießstandort Luhe-Wildenau eine Möglichkeit, das Schießen mit Großkaliberwaffen zu üben.

Deglmann dankte Gisela Fenzl für die Übernahme der Pflege des Kriegerdenkmals und appellierte an die Kameraden, neue Mitglieder zu werben. „Wir kümmern uns um Kriegsgräberfürsorge, Soldaten- und Reservistenbetreuung sowie die Völkerverständigung und die Erhaltung des Friedens. Auch Frauen sind in der KSRK Mantel herzlich willkommen.“ Die Veranstaltung endete mit dem Deutschlandlied.

Ehrungen:

Die Ehrungen übernahm der stellvertretende Vorsitzende Norbert Herrmann. Er überreichte an Josef Rieder die Treuenadel mit Urkunde für 25 Jahre Mitgliedschaft. Mit Treuenadel und Urkunde für 40 Jahre Mitgliedschaft ehrte er Fritz Lehner und Reinhold Zanner. Für 45 Jahre Mitgliedschaft wurden Manfred Götz, Hans König und Erhard Neubauer ausgezeichnet. Karl-Heinz Kuschidlo erhielt das Fahnenträgerabzeichen in Bronze. Urkunden mit Treuenadeln werden nachgereicht an Werner Heindl (25 Jahre), Werner Henke senior (40 Jahre) und Hans Biller (45 Jahre).

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