26.05.2020 - 16:51 Uhr
MantelOberpfalz

Magerl und Löw unterzeichnen Abwahlantrag für Ebner-Steiner nicht

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Die beiden Oberpfälzer AfD-Abgeordneten Roland Magerl und Stefan Löw haben den Antrag zur Abwahl der Fraktionsvorsitzenden Katrin Ebner-Steiner nicht unterschrieben. Sie seien gegen eine "Palastrevolution", wie Magerl sagt.

Der AfD-Politiker Roland Magerl befürwortet die mögliche Abwahl der Fraktionsvorsitzenden Katrin Ebner-Steiner nicht.
von Elisabeth Saller Kontakt Profil

Zwölf von zwanzig AfD-Landtagsabgeordnete haben einen Antrag zur Abwahl der Fraktionsvorsitzenden Katrin Ebner-Steiner unterzeichnet. Die Unterschriften der beiden Oberpfälzer Abgeordneten Roland Magerl und Stefan Löw fehlen auf dem Papier, das auf Twitter kursiert.

Die beiden Politiker bestätigen Oberpfalz-Medien, dass sie gegen die Abwahl der Fraktionsvorsitzenden Ebner-Steiner und Ingo Hahn sowie des stellvertretenden parlamentarischen Geschäftsführers der AfD-Fraktion Ferdinand Mang sind. "Roland und ich beteiligen uns an so etwas grundsätzlich nicht", sagt Löw. Die Sacharbeit der Personen sei wichtig, persönliche Befindlichkeiten seien ihm egal. "Wir wollen uns nicht an einer Palastrevolution beteiligen", meint sein Kollege Magerl, der stellvertretender Fraktionsvorsitzender ist. Später entgegnet er: "Ich sehe das nicht als typischen Grabenkampf."

Ebner-Steiner, Hahn und Mang - drei von sechs Mitgliedern des Fraktionsvorstands - seien gewählt worden, um nicht nach einem halben Jahr wieder abgewählt zu werden, sagt Magerl, der aus Mantel im Kreis Neustadt/WN stammt. Er plädiere für Kontinuität bei den Vorsitzenden. Sein eigener Posten als stellvertretender Fraktionsvorsitzender sei bei einer möglichen Abwahl jedoch nicht in Gefahr. "Mein Schicksal ist weder an das von Frau Ebner-Steiner noch an das einer anderen Person geknüpft."

Zum Rauswurf aus der Spitze der Fraktion könnte es an diesem Mittwoch bei einer Sitzung der AfD im Landtag kommen. Für die Abwahl eines Mitglieds des Vorstands ist nach Informationen des Bayerischen Rundfunks allerdings eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig. Das wären 14 Stimmen.

Ob er zufrieden ist mit der Arbeit der parteiintern umstrittenen Ebner-Steiner, will Magerl nicht verraten. Das solle intern diskutiert werden. Löw dagegen denkt, dass es überall Verbesserungsbedarf gebe. Aber auch: "Jeder macht Fehler. Das muss man jedem eingestehen." Den Abwahlantrag, der handschriftlich ausgefüllt worden ist, haben laut BR auch Abgeordnete unterzeichnet, die wie Ebner-Steiner dem rechten Flügel zugeordnet werden. Zu dieser Strömung wollen sich Magerl und Löw nicht zählen. Beide erklären wortgleich, dass sie sich "zur AfD zählen" und keiner Strömung in ihrer Partei angehören.

Zum Artikel über den Antrag zur Abwahl von Katrin Ebner-Steiner

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