14.10.2020 - 12:12 Uhr
MantelOberpfalz

Mantel will "Marktplatz der Generationen" aufbauen

Ein "Marktplatz der Generationen" soll in Mantel entstehen. Ziel des Projekts ist, dass Senioren im Ort wohnen bleiben können. Ein Gremium zeigte nun die Möglichkeiten auf.

Ein Gremium von ehrenamtlichen Mitbürger erarbeitet mit Bürgermeister Richard Kammerer (sitzend, Mitte) und Karlheinz Dommer (stehend) ein Konzept für den "Marktplatz der Generationen".
von Eva SeifriedProfil

Bürgermeister Richard Kammerer hat sich mit dem Markt Mantel um die bayernweite Aktion „Marktplatz der Generationen“ beworben. 42 Kommunen wurden ausgewählt. Karlheinz Dommer, Regionalberater von der Gesellschaft für regionale Entwicklung aus Regenstauf, setzte sich nun im Gemeindezentrum mit einem Gremium zusammen.

An dem Projekt beteiligen sich derzeit Priska Hofmann, Renate Buchfelder, Jutta Lippik, Carola Brust, Erhard Kleber, Rita Steiner und Carmen Kummer sowie Bürgermeister Richard Kammerer. Dommer erklärte, dass es zwar "Marktplatz der Generationen" heiße, aber zu 80 Prozent die Senioren betroffen seien. Es werden fünf Handlungsfelder untersucht. Dabei wird geprüft, was bereits im Markt vorhanden ist und was verbessert werden kann oder neu geschaffen werden muss. Ziel ist, dass ältere Menschen im Ort bleiben können. Hilfreich ist auch die Städtebauförderung. Außerdem muss es ein Entlastungsangebot für pflegende Angehörige geben.

Beim Handlungsfeld Nahversorgung läuft es in Mantel mit Supermarkt, zwei Metzgern und zwei Bäckern relativ gut. Nicht optimal sind Standort und Öffnungszeiten der Poststelle. Alle waren sich einig, dass in Mantel ein Café wichtig wäre, wo sich ältere Leute nachmittags treffen könnten. Bei der Mobilität geht es um Bürgerbusse, Fahrdienste, mobile Friseure oder Fußpfleger. Ein Bankautomat mit Ein- und Auszahlungsmöglichkeit ist vorhanden und Friseure und Fußpfleger, die ins Haus kommen, könnten wohl auch gefunden werden.

Auch das Handlungsfeld Gesundheit läuft in Mantel relativ gut mit ärztlicher Versorgung und Physiotherapie. Eine Apotheke fehlt, aber hier ist der Service der Apotheke in Weiherhammer ausreichend. Eventuell könnte eine Tagesbetreuung etabliert werden. Beim Engagement von Bürgern könnte ein Treffpunkt eingerichtet werden für offene Veranstaltungen, wo die Ehrenamtlichen ihre Talente einbringen können. Ein Seniorenbeauftragter ist vorhanden und die Marktbibliothek lässt keine Wünsche offen. Wegen der Coronapandemie kann jedoch das Lesecafé nicht betrieben werden.

Beim Handlungsfeld Selbstbestimmtes Wohnen ging es um die barrierefreie Gestaltung der Gemeinde, um den Aufbau barrierefreier Wohnung oder den Aufbau von betreutem Wohnen und auch alternative Wohnformen wie Seniorengemeinschaften, generationsübergreifendes Wohnen oder ambulant betreute Wohngemeinschaften. Hier herrscht noch größerer Handlungsbedarf. Das Gremium bringt nun Vorschläge ein und dann wird eine Umsetzung geprüft.

Schild warnt in Mantel vor Entwässerungsgräben

Mantel
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