Mehrere Premieren gab es am Sonntag. beim Jahresauftaktkonzert in der Schulaula in Mantel. Zum ersten Mal hatte es Ulrike Schiller organisiert, die von ihrer Vorgängerin Rita Steiner sozusagen „eingearbeitet“ worden war. Neu war auch das Duo Doris Bär und Therese Uhl an Gitarre, Querflöte und mit Gesang. Die beiden kennen sich vom Chor "CantArt". Seit einiger Zeit hat sich ein Frauensingkreis in Mantel gegründet. Erst nur so, um aus Spaß jeden zweiten Freitag zu singen, aber nun hat sich doch unter Leitung von Susanne Stark und Susanne Hausmann ein strebsamer Chor entwickelt, der am Sonntag auch seinen ersten größeren Auftritt hatte. Vielseitigkeit bewies der Singkreis mit dem Gospel „This little light of mine“, dem Kanon „Dona nobis pacem“, sowie„Longing for light“ und formierte sich dann als weiblicher Shantychor zum „Wellermann“.
Mit Gitarre, Querflöte und zweistimmigem Gesang erfreuten Doris Bär und Theresa Uhl. Gut in die heutige Zeit passte das Lied „Euer Herz erschrecke nicht“ bei dem Gott angerufen wird, um Kraft zu schöpfen. Ins sonnige Italien wurden die Zuhörer mit „Sei Dio“ entführt, gefolgt von Nessaja von Peter Maffay. Es wurden "Farben für den Winter“" gesammelt, und eine Uraufführung war das von Theresa Uhl gesungene „G'macht für mi“, bevor die Damen mit einem irischen Medley endeten.
In der Pause bewirtete das Büchereiteam die Gäste mit einem Sektempfang im Auftrag des Marktes Mantel. Dann sorgten die „Lustigen Buam“ mit Michael Bertelshofer am Akkordeon, Roman Karl mit Bassgitarre, Lothar Kraus mit Gitarre und Reinhold Müller am Schlagzeug für Stimmung und Schwung. Reinhold Müller führte die Gäste durch die musikalische Zeitreise durch die 50-er, 60-er und 70-er Jahre. Sie starteten und endeten mit Liedern von den Oberkrainern. Alle schwärmten mit bei „Dich erkenn ich mit verbundenen Augen“ von Bata Illic und sangen mit bei „Ohne Krimi ging die Mimi nicht ins Bett“. Zwischendurch zeigte Bertelshofer seinen Können als Akkordeonvirtuose. Müller ließ die Erinnerung an das Jahr 1956 aufleben, als die Familie mit VW Käfer ohne Sicherheitsgurt und über die Brenner-Bundesstraße die lange Reise nach Rimini antrat, und die Musiker forderten mit dem Titel von Caterina Valente auf: „Komm ein bisschen mit nach Italien“.
Die Band kam nicht ohne Zugaben von der Bühne, und die Zuschauer sangen im Chor mit und klatschten kräftig im Takt. Für den erkrankten Bürgermeister Richard Kammerer dankte Abgeordneter Stephan Oetzinger den Organisatorinnen, dem Büchereiteam, Rektorin Anja Kraus für die Überlassung der Aula sowie allen Mitwirkenden oder sonstigen Mitarbeitern. Es gab Blumen und einen langanhalten Schlussbeifall für alle Akteure. „Oft sind kulturelle Veranstaltungen momentan höchstens nur zu 60 Prozent besucht, aber hier in Mantel ist wieder das Haus voll“, freute sich Oetzinger.
















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