Die Selbsthilfe Mantel sucht dringend neue Mitglieder. "Nur dann kann das Umlagesystem funktionieren", heißt es in einer Mitteilung. Die Unterstützungseinrichtung leistet im Sterbefall eines Mitglieds unbürokratische und schnelle Hilfe an die Hinterbliebenen aus den Mitteln aller Mitglieder. Sie bezahlen, stirbt ein Mitglied, einen Obolus von derzeit je 1,20 Euro.
Alle erwachsenen Personen im Gemeindegebiet von Mantel können bis zum 35. Geburtstag, unter Umständen auch bis zum 40. Geburtstag aufgenommen werden. Eine Gesundheitsprüfung findet nicht statt. Bei einem Sterbefall wird von jedem Mitglied der Betrag von 1,20 Euro einkassiert. Dieser geringfügige Obolus summiert sich durch die Menge der Mitglieder auf gut 1500 Euro Sterbegeld, das an die Hinterblieben als Soforthilfe ausbezahlt wird. In 95 Jahren wurden über 1200 Sterbefälle betreut in Mantel. Seit der Gründung des Vereines wurden über 850.000 Euro an Sterbegeld ausbezahlt. Wegen der vielen Corona-Einschränkungen wird nicht wie gewohnt der Sterbebeitrag an der Haustür einkassiert, sondern es werden an alle Mitglieder Anschreiben verteilt mit der Summe des zu zahlenden Beitrages.
Dieser Beitrag kann entweder auf das Vereinskonto überwiesen werden oder in Bar bei der Kassiererin Ulrike Schiller oder Unterkassiererin Christine Dirrigl in einem Umschlag in den Postkasten geworfen werden.
Wie Bürgermeister Richard Kammerer, Vorsitzender der Selbsthilfe Mantel mitteilt, findet in diesem Jahr die Jahreshauptversammlung nicht wie sonst traditionell am ersten Sonntag nach dem Fasching statt, sondern wird aufgrund der Coronasituation auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Der neue Termin wird über die Tageszeitung und Homepage mitgeteilt.












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