Dorferneuerung in Pfaffenhofen wird deutlich teurer

Die Dorferneuerung im Ortsteil Pfaffenhofen wird wesentlich teurer als gedacht. Mit diesen wenig erfreulichen Tatsachen überrascht Bürgermeister Stefan Braun in der jüngsten Sitzung seinen Marktrat.

Derzeit laufen die Bauarbeiten für den barrierefreien Zugang zum Kircherl und der Klause St. Lampert. Doch auch hier werden die Erneuerungen teurer als geplant.
von Autor JPProfil

Konkret geht es um zwei Maßnahmen bei der Dorferneuerung Pfaffenhofens: Neugestaltung des Dorfplatzes sowie die Sanierung des Geländes am sogenannten Lamperti-Kircherl durch die Schönstattbewegung Kastl an der Landkreisgrenze.

Wie Bürgermeister Stefan Braun in der Sitzung erläuterte, werden der Ausbau der Amberger Straße, die Straße zum Friedhof und die gestalterische Aufwertung des Kirchenvorplatzes von St. Martin mit dem Kriegerdenkmal bei den Planungs- und Bauleitungskosten erhebliche Mehrkosten verursachen. "Außerdem haben wir im Zuge der Baugrunduntersuchung mit der Videokamera der betroffenen Kanäle festgestellt, dass sie nach 40 Jahren sanierungsbedürftig sind." Die Wassermassen, die von den umliegenden Hängen kommen, könnten die Kanäle nicht aufnehmen. "Sie sind zu klein und durch Schutt und Geröll leicht verstopft."

Sinnvoll ist es laut Aussage des Bürgermeisters, die Kanäle vor Beginn der Dorferneuerung mit einem Kostenaufwand von rund 200 000 Euro zu sanieren. Zusätzlich zu den bereits geplanten Maßnahmen müssen die sonst in der Landschaft stehenden Verteiler-Schränke von Telefon, Internet und Stromversorgung so versetzt werden, dass sie nicht mehr stören und vor möglichen Beschädigungen geschützt sind. Auch ist eine hochwertige Pflasterung der Kreuzung zum Friedhof geplant. Die besprochenen Maßnahmen sollen 2019 beginnen - dafür sind die Mittel im Haushalt eingestellt. Beim Amt für ländliche Entwicklung in Tirschenreuth wurde ein Zuschussantrag ivon rund 225 000 Euro gestellt.

Eine weitere - aber private - Maßnahme ist die Sanierung des Umgriffs von St. Lampert durch die Schönstattbewegung Kastl. Hier war eine barrierefreie Gestaltung sowie die Sanierung der Wallfahrtsklause mit rund 50 000 Euro geplant und vom Amt in Tirschenreuth genehmigt worden. Bei den derzeit laufenden Arbeiten wurde allerdings festgestellt, dass die Fundamente der beiden Gebäude in Mitleidenschaft gezogen wurden und deshalb bereits Nässeschäden am Innenputz der Kirche vom Denkmalschutz festgestellt wurden. "Es bestand Handlungsbedarf", sagte Braun.

Die Kastler Pflaster- und Baufirma hat deshalb die Fundamente auf über einen Meter Tiefe von beiden Gebäuden freigelegt und eine neue Drainage verlegt, die das eindringende Wasser ableiten soll. Außerdem werden derzeit die Pflasterwege verlegt, damit gehbehinderte Menschen gefahrlos die Kirche und die Klause aufsuchen können. "Nach der Fertigstellung müssen dann eine Bretter-Außenverschalung und neue Fenster angebracht werden. Sie kosten zwischen 30 000 und 40 000 Euro. "Weitere Überraschungen können noch im alten Dachstuhl versteckt sein", sagte Braun. Es bleibe zu hoffen, dass die Mehrkosten der privaten Dorferneuerungsmaßnahme vom Amt für Ländliche Entwicklung wohlwollend aufgenommen werden, sagte Braun.

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