Für Kastl gut zwei Millionen Euro vom Staat

In Kastl gab's die Geschenke schon vor dem Heiligen Abend: 1,2 Millionen Euro für den Schuldenabbau und 900 000 Euro für die Schulinfrastruktur bekommt der Markt vom Freistaat.

Der Blick ins obere Lauterachtal: Hier soll die marode Verbindung zwischen Pattershofen und Kastl zum Hallerbrunnen und nach Lauterhofen 2019 saniert werden.
von Autor JPProfil

In der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres teilte ein hocherfreuter Bürgermeister Stefan Braun mit, dass der Freistaat dem "armen" Markt Kastl eine Stabilisierungshilfe in Höhe von 1,2 Millionen Euro zum Schuldenabbau als vorzeitiges Christkindl gewährt hat. Insgesamt hat Kastl damit jetzt 2,7 Millionen Euro Stabilisierungshilfe erhalten.

Den aktuellen Bewilligungsbescheid hat Braun vor kurzem in Nürnberg von Heimat- und Finanzminister Albert Füracker erhalten. Die Hilfe ermöglicht es dem Markt Kastl, dringende Sanierungen und Investitionen zu erledigen. Ohne dieses Geld vom Freistaat hätten Projekte verschoben werden müssen, da die Schuldentilgung im Gemeindehaushalt Priorität hat.

Geld von Ilse Aigner

Auch ist Kastl ins sogenannte KIP-S (Kommunales Investitionsprogramm Schulinfrastruktur) von Bauministerin Ilse Aigner aufgenommen worden. Knapp 900 000 Euro aus diesem Topf ermöglichen es Kastl, sein Schulgebäude energetisch auf den neuesten Stand zu bringen und dort auch einen barrierefreien Zugang zu schaffen.

Gast im Gemeinderat war Diplom-Ingenieur Rainer Rubenbauer (Umwelt und Tiefbau Ingenieure Amberg), der die Planung für den Ausbau der maroden Gemeindeverbindungsstraße Pattershofen (Kastl) bis zum Hallerbrunnen (Lauterhofen) vorstellte. Dieses Bauvorhaben wird in interkommunaler Zusammenarbeit zwischen den Marktgemeinden Kastl und Lauterhofen umgesetzt und vom Amt für ländliche Entwicklung Oberpfalz bezuschusst.

Einfach halbe-halbe

Da die Straße je zu Hälfte in Kastl und Lauterhofen liegt, ist die Kostenaufteilung einfach: Die insgesamt rund 350 000 Euro treffen nach Abzug der Förderung jede Gemeinde mit einem Anteil von rund 80 000 Euro. Wie Rubenbauer ausführte, wird die Straße um rund 1,5 Meter verbreitert: Ansonsten wäre eine gefahrlose Begegnung von großen landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Radfahrern nicht möglich. Radler nutzen diese Verbindung aus Richtung Neumarkt und Mittelfranken nach Amberg und Regensburg häufig.

Die Straße erhält einen frostsicheren Untergrund, eine ausreichende Drainage und eine höhere Asphaltdecke. Baubeginn wird 2019 sein. Der Kastler Marktrat stimmte der Planung zu.

Aus dem Kastler Gemeinderat:

Bei der Europawahl gibt es wegen der großen Zahl von Briefwählern nur noch vier Wahlbezirke: Pfaffenhofen, Utzenhofen, Kastl (Steinstadel) und den Briefwahlbezirk.

Mit rund 200 000 Euro hat das neue Feuerwehrhaus zu Buche geschlagen, der neue Kindergarten hat bis jetzt eine knappe Million Euro gekostet, die Erweiterung des Gewerbegebiets am Hochhaus rund eine halbe Million Euro.

Der Neubau des Bauhofs steht mit 90 000 Euro im Haushalt, der Gehweg entlang der B 299 mit 80 000 Euro, die Breitbandversorgung mit 140 000 Euro. Für die Straßensanierung und den Kauf von Fahrzeugen für den Bauhof wurden 120 000 Euro ausgegeben.

Bürgermeister Stefan Braun teilte mit, dass die Metallbau- und Blitzschutzarbeiten am neuen Kindergarten vergeben wurden.

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