Mit Josef Mosner, der Schmie-Sepp, wird am heutigen Donnerstagnachmittag eines der letzte Originale von Kastl zur letzten Ruhe geleitet. Mosner war vor 14 Tagen in seiner geliebten heimatlichen Umgebung verunglückt und verstarb an den Unfallfolgen kurz nach Vollendung seines 87. Lebensjahrs. Mosner hatte ein arbeitsreiches und erfülltes Leben mit Höhen und Tiefen, er folgt nun dem Wirt seines Stammlokals, des Schwarzen Bären am Kastler Marktplatz, nach, der kurz vor ihm verstorben ist.
Josef Mosner wurde 1935 zusammen mit seiner Zwillingsschwester Maria, die ebenfalls nicht mehr lebt, in einen Schmiedebetrieb in Kastl hinein geboren. Nach der Schulzeit erlernte er das Schmiedehandwerk und übernahm den elterlichen Betrieb. Er heiratete mit Ev Panhans, aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Sohn Christian übernahm das elterliche Geschäft. Der Schmie-Sepp war Jahrzehnte lang Kastler Wasserwart und erhielt auch den goldenen Meisterbrief der Handwerkskammer.
Mosner war er ein gern gesehener Unterhalter mit Portion Mutterwitz, Schlitzohrigkeit und bodenständigem Humor. Legendär seine Rolle im Schweppermannspiel als Herold. Als Statist fuhr er für den Film "Wer's glaubt, wird selig" mit seinem alten Fahrradl mehrmals bei Filmaufnahmen durchs Bild und erhielt dafür jedesmal 20 Euro als Gage erhielt. Der Schmie-Sepp war aber nicht nur ein begnadeter Unterhalter und Handwerker, sondern auch äußerst hilfsbereit, wenn sein handwerkliches Können gefragt war.
Im Ruhestand widmete sich der Schmie-Sepp seinem Hobby, dem Schmieden von Figuren und Skulpturen, und sorgte als Waffenschmied für die richtige Ausstattung der Schweppermannspiele. Nach seinem 80. Geburtstag wollte er es noch einmal wissen und schuf für seine geliebte Kastler Feuerwehr in unzähligen Arbeitsstunden an der Esse eine eineinhalb Meter hohe Florian-Figur, die ihren Ehrenplatz über den Toren des neues Kastler Feuerwehrzentrums fand. Ein schwerer Schicksalsschlag traf ihn vor vier Jahren, als seine Frau Eva verstarb.













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