Kastler Recht: Markt feiert Winterkirwa

Die Roum-Boum sind bei der Winterkirwa zu Höchstforum aufgelaufen: Beim Kastler Recht derbleckten sie so manchen - sehr zur Begeisterung des Publikums in den Wirtshäusern im Markt.

Die Roum-Boum (von links: Thomas, Dominik und Sebastian), begeisterten mit ihren Auftritten und Gstanzln nicht nur im Kastler Seniorenheim, sondern auch in den Kastler Wirtshäusern.
von Autor JPProfil

Das Kastler Recht erinnert an die Verleihung des Marktrechts durch Kaiser Ludwig den Bayern und wird als Winterkirwa alljährlich am Montag nach Dreikönig in den Wirtshäusern gefeiert. 2008 haben die Roum-Boum - drei Musikanten namens Thomas, Dominik und Sebastian - sich des Themas angenommen und begeistern seitdem mit ihren Spottversen und Gstanzl die Wirtshausbesucher in Kastl. Sie bringen die Betroffenen zum "Weinen" und den Rest zu Lachsalven.

Ihren Auftritt starteten die Roum-Boum auch heuer im Seniorenheim. Sowohl die älteren Menschen als auch das Personal und Heimleiterin Monika Breunig hatten die Musikanten schon sehnsüchtig zum Abendessen erwartet. Im Mittelpunkt der Gstanzln stand die kommenden Kommunalwahl, auch die Missetaten der Kandidaten der verschiedenen politischen Richtungen thematisierten die Musikanten. So erfuhr man, dass der emsigste Wahlkämpfer der CSU, Andreas Otterbein, der vehement in Gemeinderat, Kreistag und Bundestag strebt, bei Persiflagen seiner Person im Netz durch junge "andersgläubige" Kandidaten sich humorlos verhalte. Rund ging es beim Kastler Recht in den Wirtshäusern im Markt, das Publikum belohnte die Musikanten mit Flüssigem oder etwas ins Körberl. Gespannt sich alle schon, was den "schönsten Boum von Kastl", den Roum-Boum, im nächsten Jahr wieder so alles einfallen wird.

Info:

Die Gstanzln der Roum-Boum

Über die CSU: An Adventskalender hat’s von der CSU heuer geb’n, da hast im Internet alle Kandidaten gesehen. Ob des Männlein auf der Weide oder beim Plantschen im Kneippbecken, die Kandidaten auf der Liste kannt ma all zamm dablecken.

Über die Freien Wähler: Auch über die Freie Wählerschaft tun wir heute singen, wir sann a mal gspannt, wieviel Leut die in den Gemeinderat nei bringen.

Über Andreas Otterbein: Der Otterbein möchte in den Bundestag einkehr’n. Drum werdet ihr von dem heuer noch ganz schön viel hörn. Mal schaun, was er heuer wieder als Geschenke verteilt, doch mit am Kugelschreiber glaubm mir, kummt er diesmal niat recht weit.

Über die SPD und eine Liste: Von der SPD könnt a noch was kumma. Oder sann die schon im Auflösungsmodus versunka?

Über den Kindergarten: An neuen Kindergarten homms in Kastl hin gestellt, bloß bei der Anzahl der Plätze, da hamms se se verzählt. Gottseidank ist da jetzt auch a Bistro mit dabei. Da stecken’s jetz a scho a Gruppen Kinder mit nei.

Über Bürgermeister Stefan Braun: Die Bürgermeisterwahlen werden heuer recht fad, weil es gibt für den Stefan koan Gegenkandidat. Da Fabi tut se für die Freien Wähler richtig engagieren, vielleicht tuts er in sechs Jahren gegen den Stefan probieren. In den sozialen Medien tut er fleißig werben, des kannt für den Stefan dann ganz eng werden.

Über das Utzenhofener Tal als Tal der Ahnungslosen: Im Dool wird noch gschaut, dass die Moral nicht verfällt, drumm ist der Mobilfunkmast immer noch nicht aufgestellt.“

Über die Polizei in der Kastler Klosterburg: Mit der Polizei am Berg droben, da sann ma a mal gespannt. Die Kosten werden immer mehr, vielleicht sanns mit dem Berliner Flughafen verwandt. Uns wundert das Ganze eigentlich niard, wenn sogar der Parkplatz für die Polizei geheizt wird.

Über die Kastler Kirwaleit: Die Kastler Kirwaleit warn letztes Jahr nach der Kreizkirwa a bissl verträumt. Die hamm die Kirwasachen beim Bäckerstachel bis Oktober niat weggeräumt.

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