Kastler Tauberer versuchen neue Richtung

Die Kastler Taubenfreunde ernennen ein Ehrenmitglied und wählen eine neue Vereinsführung. Bei der Versammlung sind aber
auch die schwierigen Flugbedingungen Thema, mit denen die Tauberer 2019 zu kämpfen hatten. Dafür soll eine Lösung her.

Die Kastler Taubenfreunde ernennen Rainer Metschl (Vierter von links) nach 55 Jahren Treue zum Verein zum Ehrenmitglied. Mit ihm freut sich Bürgermeister Stefan Braun (links) sowie die neugewählte Vereinsführung
von Autor JPProfil

Vorsitzender Willi Fehlner ließ bei der Jahreshauptversammlung der Kastler Taubenfreunde das vergangene Reisejahr Revue passieren. Der Höhepunkt war ohne Zweifel die Einrichtung des neuen Brieftaubenzentrums im Frühjahr 2019 im alten Kastler Feuerwehrgerätehaus.

Dafür dankte Fehlner Bürgermeister Stefan Braun, den befreundeten Vereinen sowie den Mitgliedern und ihren Frauen für die tatkräftige Hilfe beim Umzug von Giggelsberg und bei der Renovierung der Räume. Damit hätten die Kastler Tauberer ein „Schmuckstück als Einsatzstelle“, das seines gleichen sucht und um das sie von bekannten Brieftaubenvereinen schon beneidet werden.

Von den 71 Mitgliedern sind derzeit elf aktiv reisende Taubenschläge gemeldet – Tendenz trotz der allgemeinen Schwierigkeiten steigend. Die Reisesaison 2019 war aufgrund der Witterungssituation eher bescheiden, da es häufig West- statt Nordwind gab. So kamen die Tauben, die im Westen (Saarland und Frankreich) aufgelassen wurden, bei Nord-Ost-Wind an ihre körperlichen Grenzen. Verspätungen und Ausfälle sowie auch die Dezimierung durch Raubvögel waren die Folge. Auch die Trockenheit und die hohen Temperaturen trugen zu einem sehr durchwachsenen Reisejahr bei.

Deshalb beschloss der Taubenverband, die Reise-Richtung ab 2020 von West auf Nordwest umzustellen. „Dabei kommen aber unsere Tauben mit Sicherheit den Tauben der Rheinländer und denen, die weiterhin von West fliegen, in die Quere“, erklärte Fehlner. „Auch der Spessart muss überwunden werden.“ Aber der Vorsitzende hat Hoffnung: „Man muss immer etwas Neues probieren. Das Wichtigste ist die Gesundheit der Tauben und dazu gehören regelmäßige Kotproben und Impfbescheinigungen.“

Abschließend bedankte sich Willi Fehlner bei seinen Vorstandsmitgliedern für die geleistete Arbeit. Er freute sich auch, dass Lothar Ried nach 20 Jahren wieder einen Taubenschlag angemeldet hat.

Bürgermeister Stefan Braun führte bei den anschließenden Neuwahlen Regie. Mit folgendem Ergebnis: Vorsitzender bleibt Willi Fehlner, Georg Stepper ist sein Stellvertreter, Schriftführer ist Rainer Kemmling, die Kasse verwaltet Georg Stepper und als Beisitzer fungieren Lothar Lutter sowie Stefan Lill, Kassenprüfer sind Roland Bösl und Lothar Ried.

Braun dankte der Vereinsführung für das Engagement, wünschte trotz der kommenden Schwierigkeiten ein besseres Reisejahr 2020 und lobte den Einsatz der Kastler Tauberer bei der Gestaltung der neuen Einsatzstelle.

Höhepunkt der Versammlung war eine Ehrung. Einem Urgestein der Kastler Taubenfreunde, Rainer Metschl, verliehen Stefan Braun und Willi Fehlner die Urkunde als Ehrenmitglied für 55 Jahre Treue.

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