Mit einer stiftungsrechtlichen Genehmigung wurde von Seiten der Diözese Eichstätt die Generalsanierung des Kindergartens Marienheim an die Gemeinde übertragen. Sie stellte die Förderanträge bei der Regierung der Oberpfalz. Der Umbau kostete insgesamt zwei Millionen Euro. Die Kirche leistete einen Beitrag zur Inneneinrichtung. Den Einweihungsgottesdienst zelebrierten Domkapitular Franz Mattes und Pater Richard. Die Gruppe Mixdur und die Kinder des Kindergartens sorgten für Musik. Anschließend erfolgte die Segnung der neuen Räume mit Weihwasser durch Pater Richard. Bürgermeister Stefan Braun lobte alle, die geholfen haben, den neuen Kindergarten Marienheim entstehen zu lassen, besonders Hans Frank, Birgit Wiesend und Karl Gerstenhöfer sowie Pater Richard. Ebenso bei den Eltern der Kinder für die tatkräftige Hilfe bei den Umzügen - einmal in die Räume der Schule und den „Rückzug“ in den neuen Kindergarten - und natürlich auch der Volksschule Kastl für die Geduld bei der Unterbringung des Kindergartens in den Schulräumen.
Er äußerte aber auch Kritik an der Diözese Eichstätt, die komplett aus der Kindergartenförderung ausgestiegen sei, was zu großem Unmut in der Bevölkerung geführt habe. Gerade in einer Zeit sprudelnder Kirchensteuereinnahmen einem kirchlichen Kindergarten, die Förderung durch geänderte Fördergrundsätze auszuschließen, sei nicht nur für ihn unverständlich.
Der Kastler Kindergarten hatte vor dem Um- und Neubau eine Fläche von rund 500 Quadratmeter. Jetzt sind es 770 Quadratmeter. Ein Glücksfall war für den Markt Kastl, dass die staatliche Förderung von rund 85 Prozent gegriffen und den verweigerten Zuschuss der Kirche aufgefangen hat. So entfielen auf den Markt Kastl etwa ein halbe Million Euro von 2,2 Millionen Euro Baukosten. Etwa 100 Mädchen und Buben besuchen jetzt den Kindergarten. Er gab dann noch einen chronologischen Rückblick auf die Bauzeit. Dann erfolgte die symbolische Schlüsselübergabe durch das Architekturbüro Nutz an den Bürgermeister und an den Träger des Kindergartens, die katholischen Stiftung Marienheim.
Stefan Braun lobte die Zusammenarbeit mit Karin Schwerdt und Theo Nutz vom gleichnamigen Büro aus Neumarkt. Kindergartenleiterin Birgit Wiesend sprach abschließend von einem „Hort“, in dem Kinder- noch Kinder sein dürfen. Dieses Gebäude sei nach der langen Bauzeit ein Ort geworden, wo sich Kinder und Betreuerinnen richtig wohl fühlen.


















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