Kindergartenbau liegt voll im Plan

Zahlen bestimmen die Marktratssitzung im Kastler Rathaus. Zwei Beispiele: Der Gemeindehaushalt hat Rekordgröße erreicht und der Kindergarten ist laut Bedarfsumfrage für 2019/20 bestens ausgelastet.

Die Sanierung und der Ausbau des Kastler Kindergartens liegt im Plan. Der Umzug von der Volksschule in den Neubau kann planmäßg im Sommer erfolgen.
von Autor JPProfil

In der Gemeinderatssitzung gab Bürgermeister Stefan Braun die Zahlen für die Kindergartenbedarfsumfrage bekannt, die für die Personalplanung der Einrichtung und für die Zuschüsse der Gemeinde wichtig sind. Danach ist der Kastler Kindergarten, dessen neues Gebäude im Sommer fertig wird, mit 80 bis 100 Kindern in den Jahren 2019/ 20/21 bestens ausgelastet. Danach kam man zum Haushaltskonsolidierungskonzept. Da Kastl eine "arme Gemeinde" ist, wie es hieß, und wegen dieser Tatsache schon einige Millionen Euro Stabilisierungshilfe vom Freistaat Bayern zur Schuldentilgung erhalten hat, sind diese Maßnahmen notwendig. "Damit erreicht Kastl mittelfristig seine Leistungsfähigkeit wieder", so Stefan Braun. So hat man die Steuerhebesätze für die Grundsteuer A und B auf 360 und die Gewerbesteuer auf 380 Prozent erhöht. Ein Wert, der laut Braun "landkreisüblich ist".

Der Schuldenstand, so der Bürgermeister, wird Ende 2019 rund 2,7 Millionen Euro betragen. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1088 Euro. Dann meinte Braun, dass große Aufgaben auch ein finanzielles Polster brauchen und dass der Haushalt von Kastl mit 9,1 Millionen Euro einen neuen Rekord bedeuten. Der Verwaltungshaushalt wird mit 4,4 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt mit 4,7 Millionen Euro beziffert. Die wichtigsten Einnahmen im Verwaltungshaushalt lauten: Kanal und Wasser 320 000 Euro, Grund- und Gewerbesteuer 600 000 Euro, Schlüsselzuweisung und Anteil an der Einkommenssteuer betragen rund 2,4 Millionen Euro.

Die wichtigsten Ausgaben des Verwaltungshaushalts heißen: Personalkosten eine Million Euro, Schule und Kindergarten knapp 400 000 Euro, Wasser/Abwasser 370 000 Euro, Kreisumlage und Zuführung zum Vermögensaushalt 1,5 Millionen Euro. In den Vermögenshaushalt fließen durch Zuführung vom Verwaltungshaushalt und Grundverkäufe 500 000 Euro, Staatliche Zuschüsse gibt es in Höhe von 2,6 Millionen Euro, Entnahmen aus Rücklagen und Kredite: 1,5 Millionen Euro.

Der Vermögenshaushalt beinhaltet wichtige Ausgaben. Beispielsweise Restbeträge und Anfinanzierungen für folgende Projekte: Feuerwehrzentrum, Feuerwehrauto Wolfsfeld 180 000 Euro, Sanierung Schule 160 000 Euro, Kindergarten 1 Million Euro; Gemeindeverbindungsstraßen: Utzenhofen, Pattershofen, Dettnach, Gehweg Bundesstraße rund 700 000 Euro, Dorferneuerung Pfaffenhofen einschließlich Kanal 400 000 Euro, Verbindungsweg Hohenburgerstraße 600 000 Euro, Breitbandversorgung 770 000 Euro. Des Weiteren Aktivkohlefilteranlage: 150 000 Euro und Schuldentilgung 580 000 Euro.

Nachdem der Haushalt mit Akribie vom neuen Kämmerer Simon Neger errechnet worden war und der Haushaltsausschuss die Einnahmen und Ausgaben gründlich vorbereitet hatte, wurde der Gemeindehaushalt von allen im Marktrat vertretenen Parteien gelobt und anschließend genehmigt.

Abschließend gab Bürgermeister Stefan Braun bekannt, dass Kastl an einem Pilotprojekt für Umweltdiversität teilnimmt, die Dorferneuerung Pfaffenhofen angelaufen ist und verschiedene Sanierungsmaßnahmen für die Gemeindeverbindungsstraßen vorbereitet werden. Ganz stolz war Braun über den Verlauf des Umbaus des Kindergartens. "Derzeit wird der Aufzug eingebaut und der Zeitplan für den Umzug im Sommer somit bislang eingehalten."

Die Sanierung und der Ausbau des Kastler Kindergartens liegt im Plan. Der Umzug von der Volksschule in den Neubau kann planmäßg im Sommer erfolgen.
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