Klosterburg Kastl: Erste Polizeifachschüler ziehen im März ein

Mit dem Breitband-Ausbau geht es voran. Das vermeldete Bürgermeister Stefan Braun bei den Bürgerversammlungen in Kastl. Vorgestellt wurde außerdem die neue Polizeifachhochschule in der Klosterburg. Die ersten Studenten ziehen im März ein.

Die Baustelle Polizeifachhochschule Klosterburg Kastl mit dem sanierten Gebäude des ehemaligen Ungarischen Mädcheninternats (rechts unten auf dem Bild), in das Anfang März die ersten 60 Polizeifachhochschüler einziehen werden.
von Autor JPProfil

Bei den Bürgerversammlungen in Kastl, Utzenhofen, Pfaffenhofen und Dettnach sprach nicht nur Bürgermeister Stefan Braun über die Entwicklungen in der Gemeinde. Auch Vertreter der Projektgruppe Kastl der Polizeifachhochschule, Regierungsdirektorin Marion Irlbacher, Polizeioberrat Karl Müller und Polizeihauptkommissar Andreas Aigner, waren in den Ort gekommen, um die neue Einrichtung in der Klosterburg vorzustellen. Die aus Hohenburg stammende Marion Irlbacher erklärte, dass bereits am 2. März die ersten 60 Polizeifachhochschüler im Unterkunftsgebäude, dem ehemaligen ungarischen Mädcheninternat, einziehen werden.

Shuttle nach Sulzbach-Rosenberg

Da die weiteren Räume in der Klosterburg erst 2023 fertig werden, müssten bis dahin die Studenten zum Unterricht nach Sulzbach-Rosenberg alle Tage pendeln. Angedacht ist ein Shuttle-Service, sofern die Studenten dieses Angebot auch annehmen. Das neue Semester beginnt im März, die 300 neuen Polizeistudenten (228 Männer und 72 Frauen) sind auf die Standorte Fürstenfeldbruck, Sulzbach-Rosenberg und Kastl verteilt. Wie bei staatlichen Gebäuden üblich, werde es in Kastl keine Bewachung geben, jedoch eine Zugangskontrolle. Die Polizei werde mit Kontrollfahrten präsent sein. Den Parkplatz mit rund 150 Stellplätzen erachtete Irlbacher als ausreichend. Auf die Frage nach möglichen kulturellen Veranstaltungen in den Räumen und auf dem Gelände der Polizeifachschule betonte die Polizeiführungskräfte, dass sie diesen gegenüber positiv eingestellt seien. Jedoch könne man dazu aber erst etwas sagen, wenn die Hochschule im Vollbetrieb ist. Bürgermeister Braun nannte den Standort Klosterburg als Polizeifachhochschule einen Glücksfall, der einmalig sei.

Bürgermeister Stefan Braun blickte bei den Bürgerversammlungen auch auf herausragende Ereignisse für Kastl zurück. Insbesondere erwähnte er die Fertigstellung und Einweihung des neuen Kindergartens, die Fortführung des Breitbandausbaus, die gute Ausstattung der Feuerwehr Wolfsfeld mit neuem Fahrzeug und Pumpe, die Sanierung der Straßen rund um den neuen Kindergarten. Ebenso sprach er die Sanierung des Pfistermühlbrückerls und den Neubau der Brücke über die Lauterach als Verbindung zur B 299 und den Neubau eines Teilstücks der Gemeindeverbindungsstraße Pattershofen – Brunn sowie den Beginn der Dorferneuerung in Pfaffenhofen an. Auch zwei Straßenausbauprojekte die man lange vor sich hergeschoben habe, seien mit den Planungen in Angriff genommen worden: Kastl – Utzenhofen und Dettnach – Drahberg.

Volksschule wird saniert

In seinem Ausblick auf heuer sprach Braun weitere Bauvorhaben und Planungen an. Heuer soll die Verbindung von der Hohenburger Straße Richtung B 299 weitergebaut werden. Außerdem steht die Dorferneuerung Pfaffenhofen an. Weiter erwähnte Braun die Komplettsanierung der Volksschule inklusive Turnhalle, Sanierung und Ausbau der Gemeindeverbindungsstraßen Kastl – Utzenhofen und Dettnach– Drahberg sowie den Anschluss aller 39 Ortsteile an die Breitbandversorgung.

Info:

Zahlen und Fakten

Mit Zahlenmaterial und Informationen wartete Bürgermeister Stefan Braun bei den Bürgerversammlungen in Kastl auf. Wie er erklärte, ist der ehemalige Behindertenbetreuer und Lehrer Engelbert Weidel der neue Inklusionsbeauftragte des Marktes. Die Einwohnerzahl hat sich laut Braun auf 2515 Bürger erhöht – damit sei die Marke von 2500 Einwohnern geknackt worden. 1224 der Bürger sind weiblich, 1291 männlich. Den Altersdurchschnitt gab der Bürgermeister mit knapp 50 Jahren an. 2019 gab es im Markt 12 Eheschließungen, 35 Geburten und 29 Sterbefälle. Die Marktgemeinde hat laut Braun rund 30 Beschäftigte in Teil- und Vollzeit. Sie arbeiten im Rathaus, im Bauhof, in der Kläranlage, der Volksschule und im Freibad.

Da Kastl keine Hauptschule mehr hat, sind die Hauptschüler in der Schule in Ursensollen untergebracht. Die Kastler Grundschule besteht aus drei Klassen mit 69 Kindern. Die Ausgaben für die Volksschule in 2019 gab Stefan Braun mit 335 000 Euro an. Weit über die Hälfte der Kastler Schüler besuchen seinen Angaben nach weiterführende Schulen in Ursensollen, Amberg, Lauterhofen und Neumarkt. Der Kindergarten sei mit fast 100 Kinder voll ausgelastet. In diese Einrichtung steckte der Markt im vergangenen Jahr 235 000 Euro.

Braun blickte zurück auf Um- und Neubau des Kindergartens in der Hohenburger Straße und die Einweihung im Herbst. Bis jetzt sei die Einrichtung ausreichend groß, wobei die Zahl der Kinder heuer noch etwas größer werden könnte. Braun dankte bei den Bürgerversammlungen auch allen ehrenamtlich Engagierten in der Gemeinde und dem Bücherei-Team. Am Ende seiner Ausführungen gab der Bürgermeister noch bekannt, dass die Pro-Kopf-Verschuldung jetzt bei 887 Euro liege – vor 15 Jahren seien es noch 2000 Euro gewesen.

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.