Klosterburg Kastl: Polizei erläutert Details zur künftigen Fachhochschule

Im Frühjahr 2020 sollen die ersten Polizeischüler auf der Kastler Klosterburg einziehen. Eine hochrangige Polizeiarbeitsgruppe stellte die künftige Einrichtung nun dem Marktrat vor.

Bürgermeister Stefan Braun dankte der Projektgruppe Polizei für den informativen Vortrag zur Polizeifachhochschule in Kastl. Von links: Polizeioberrat Karl Müller, Bürgermeister Stefan Braun, Polizeidirektor Stefan Beil und Regierungsdirektorin Marion Irlbacher, Juristin der Schule.
von Autor JPProfil

In der Novembersitzung des Kastler Gemeinderats stellte sich die Polizeiprojektgruppe Kastl, bestehend aus Polizeidirektor Stefan Beil, Regierungsdirektorin Marion Irlbacher und Polizeioberrat Karl Müller vor und wurde von Bürgermeister Stefan Braun willkommen geheißen. Stefan Beil erläuterte, dass die Projektgruppe seit Januar 2019 ihre Arbeit aufgenommen hatte und die verschiedenen Aufgaben der Polizeifachhochschule, somit auch den Baufortschritt und die räumlichen Anforderungen in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt auf der Klosterburg koordiniert.

Die Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern, Fachbereich Polizei – kurz Polizeifachhochschule ist derzeit in Bayern auf die Standorte Fürstenfeldbruck (in einem ehemaligen Kloster) und in Sulzbach-Rosenberg (Bereitschaftspolizei) untergebracht. ab 2023 kommt die Klosterburg in Kastl dazu. Die Fachhochschüler gliedern sich in die Studenten, die unmittelbar nach dem Abitur in den Polizeidienst eintreten, mit einem Altersschnitt von rund 20 Jahren und in die sogenannten Aufstiegsbeamten, die vom Mittleren in den Gehobenen Dienst aufsteigen mit circa 30/40 Jahren.

Die Studienzeit der regulären Studenten beträgt sechs Semester, die der Aufstiegsbeamten nur vier Semester, mit je einem halben Jahr Semesterzeit. Das Verhältnis beträgt in etwa 200 Aufstiegsbeamte und 100 Studienbewerber pro Jahr, hieß es. Dank der fortgeschrittenen Bautätigkeit und den Bemühungen des staatlichen Bauamts Amberg wird das Gebäude des ehemaligen Ungarischen Mädcheninternats voraussichtlich bis Frühjahr 2020 fertig. 60 Studierende können hier untergebracht werden. Allerdings müssen diese bis zum Gesamtbetrieb in Kastl, der etwa 2023 aufgenommen werden kann, täglich zum Unterricht nach Sulzbach-Rosenberg pendeln. Wenn die Klosterburg 2023 fertig umgebaut ist, haben rund 120 Studierende, das Lehrpersonal und die Verwaltung Platz auf der Kastler Klosterburg.

Bericht über die Sanierungskosten

Kastl im Landkreis Amberg-Sulzbach

Es soll dann vier Studiengruppen und auch Familienzimmer, sowie barrierefreie Aufzüge geben. Sport- und Schießunterricht finden aber nach wie vor in Sulzbach-Rosenberg statt, da hier die ausreichenden Möglichkeiten gegeben sind, erfuhren die Markträte.

In Kastl gibt es dann Lehrsäle, in denen moderne Ermittlungsmethoden gezeigt und gelehrt werden können. Die Verpflegung erfolgt durch die Polizeiküche in Sulzbach-Rosenberg. Aufenthaltsräume und auch eine Cafeteria werden bis dahin auch in Kastl vorhanden sein.

Marktrat Harald Meier, dem "Motor“ der Schweppermannspiele, brannte natürlich die Zukunft dieser Spiele in der Klosterburg auf den Nägeln. Bürgermeister Stefan Braun erläuterte, dass ihm die positive Prüfung dieser Frage von oberster Stelle zugesagt wurde. Polizeidirektor Stefan Beil meinte, man sollte erst einmal die Polizeifachhochschule Kastl 2023 in den endgültigen Betrieb gehen lassen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.