Nach zwei Jahren Pandemiepause wurde auf dem Kastler Marktplatz pünktlich am Vorabend des 1. Mai wieder ein Maibaum vom Kastler Trachtenverein „Sechs Lilien Kastl“ aufgestellt. Dazu hatte man eine frische Fichte als Maibaum hergerichtet- und am Gaishof versteckt- damit der Baum nicht geklaut werden konnte. Mit Musik und Peitschenknall wurde der Baum dann mit schwerem Gerät zum Marktplatz gebracht und traditionell mit den sogenannten Goaßen, Muskelkraft und flüssiger Nahrung aufgestellt – nachdem man den Baum in einem extra für diesen Zweck gebauten Gestell fixiert hatte.
Danach stiegen drei „schwindelfreie“ Burschen in einen Montagekorb und brachten in luftiger Höhe die zwölf Zunftzeichen an. Außerdem brachten die jungen Trachtler ein Gstanzl zum Besten, das als Thema die krumme Spitze des Maibaums hatte. Hernach gab's durch die Goaßlschnalzer zusammen mit der Musikantin Michaela für den neuen Baum noch ein „knallendes Ständchen" mit der Ambosspolka.
Der Wirt des danebenliegenden Lokals Akropolis ließ sich auch nicht lumpen und engagierte den 2. Kastler Bürgermeister Andreas Otterbein als Kellner, der die „schwerarbeitenden“ Burschen mit einigen Ouzos belohnte. Zudem hatten sich wieder Schaulustige eingefunden, die die Gaudi beobachteten und Applaus für die Darbietung und die getane Arbeit zur vorgerückten Stunde spendeten. Die Kombination Maibaum und Osterbrunnen hat schon was und dürfte in den umliegenden Ortschaften nicht gleich wieder zu finden sein.













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