Pfarrei Kastl feiert 500 Jahre Marktkirche

Die Pfarrei Kastl begeht das 500-jährige Jubiläum ihrer Marktkirche. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Theresia Otterbein weist darauf hin, dass diese täglich unter Woche für das Rosenkranzgebet genutzt wird, samstags auch für Gottesdienste.

Sie hatten große Aufgaben zu bewältigen (von links): Pater Ryszard Kubiszyn, Heimatpfleger Hermann Römer und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Theresia Otterbein.
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Auch die Trauergottesdienste der Pfarrei werden hier gefeiert, um Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen. Den Jubiläumsgottesdienst zelebrierte Pater Ryszard Kubiszyn. Dieser ging in seiner Predigt auf das Jubiläum ein.

Den Gläubigen sagte er, sie könnten mit Dankbarkeit und Stolz auf den Platz schauen, was die Vorfahren vor 500 Jahren geleistet haben. "Sie haben einen Ort der Begegnung mit dem ewigen Gott erbaut." Gerade in einer Zeit, als sich die Kirche spaltete, wo Martin Luther eine Reform ins Leben gerufen hatte.

Vor 500 Jahren wurde eine Kirche errichtet, in der Gott wohne. In ihr werde der Glaube erneuert und gestärkt durch die Feier der Heiligen Sakramente, von verschiedenen Andachten oder in der Anbetung des Allerheiligsten oder im stillen Gebet.

Zum Christusträger

Ein Jubiläum feiern bedeute aber auch, in die Zukunft zu schauen. Dazu ging Pater Ryszard auf den Patron des Gotteshauses ein, den Heiligen Christophorus, einer der 14 Nothelfer: "Christophorus suchte den stärksten und mächtigsten Herrscher der Welt und fand diesen in einem Kind, nämlich Christus. Er wurde zum Christusträger."

Auch wir sollten uns von Christus tragen lassen, ihm weiterhin die Treue halten, so dass diese Kirche weiterbestehen kann. "Diese Kirche war, ist und soll weiterhin ein Begegnungsort zwischen Gott und den Menschen sein", so der Priester.

Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Männergesangverein Kastl-Schwend und Organist Josef Segerer umrahmt. Zum Dank sangen Kinder der Kinderkirche ein Geburtstagslied für die Gläubigen.

Stunde des Abschieds

Außerdem wurden Ministranten verabschiedet, ihnen wurde eine Urkunde der Diözese und ein kleines Geschenk überreicht. Ebenso wurde Gunda Wiesner für ihre Jahrzehnte lange Tätigkeit als Lektorin verabschiedet, sie erhielt ebenfalls eine Urkunde der Diözese und einen Blumenstrauß. Zum Abschluss wurde noch Großer Gott gemeinsam gesungen.

Zur weltlichen Feier hatte die Kolpingfamilie zum Frühschoppen mit Weißwürsten und Brezen eingeladen. Der Nachmittag wurde mit einer feierlichen Andacht eröffnet, die umrahmt wurde, dieses Mal mit rhythmischen Liedern. Im Anschluss lud der Pfarrgemeinderat zur großen Auswahl von Kuchen und Kaffee ins Jugendheim ein. Den Abschluss des Jubiläums machte Heimatpfleger Hermann Römer, der über die Entstehung und die Geschichte der Marktkirche fast zwei Stunden die zahlreichen Zuhörer informierte.

Mit einem festlichen Gottesdienst beging die Pfarrei Kastl das Jubiläum zum 500-jährigen Bestehen der Marktkirche.
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