Roadrunner in Kastl auf Achse

Sie haben schon viel mitgemacht in ihrem Leben, lassen sich aber nicht unterkriegen. Die Mitglieder der Roadrunner genießen einen schönen und interessanten Tag in Kastl. Was für eine Gruppe aber steckt hinter dem Namen?

Die Selbsthilfegruppe Roadrunner fühlte sich im Kastler Steinstadel bei ihrem Besuch in Markt sehr wohl, hieß es von den Mitgliedern und Organisatoren.
von Autor JPProfil

Die Amberger "Roadrunner" sind eine Selbsthilfegruppe für Arm- und Beinamputierte aus Amberg, dem Landkreis und der Umgebung. Die rund 20 Mitglieder trafen sich an der Kastler Klosterkirche zu einer Führung durch den ehrwürdigen Dom St. Peter, die von Willi Vahle geleitet wurde. Danach ging es zu einem gemütlichen Kaffeeklatsch in den Kastler Steinstadel, der von der Gemeinde zu Verfügung gestellt wurde. Die "Roadrunner" bestehen seit 2015 und treffen sich an jedem ersten Mittwoch im Monat um 18 Uhr in der Alten Kaserne im Sebastiansviertel in Amberg. Ansprechpartner ist Manfred Kick aus Schnaittenbach, der auch die Ausflüge der Gruppe organisiert und sich über jedes neue Mitglied freut.

Ziel der Organisation ist es, das Leben der amputierten Menschen leichter und erträglicher zu machen, so Kick. Das Wichtigste ist der Austausch der Betroffenen über beispielsweise neue Hilfsgeräte und Prothesen. Außerdem lädt man Referenten von Krankenkassen, Sozialversicherungsträgern und andere Selbsthilfegruppen zu Vorträgen und zum Erfahrungsaustausch ein. Kick: "Auch werden die Probleme und die Integration frisch Amputierter in Beruf und Familie besprochen und natürlich darf die Geselligkeit und die Pflege des Verständnisses unter Gleichgesinnten und Gleichbetroffenen nicht fehlen."

Zwei Mitglieder der Selbsthilfegruppe sind als sogenannte Pik-Peers, also als Berater von Betroffenen für Betroffene, vor allem bei frisch Amputierten geschult, um die Menschen auf ihre neue Lebenssituation vorzubereiten. Dies geschehe auch schon im Krankenhaus. Im Amberger Raum gibt es eine Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen bei der Stadt Amberg; Kerstin Bauer fungiert dort als Ansprechpartnerin.

Auch fahren die Roadrunner zur Orthopädiemesse nach Leipzig, wo man sich über die neueste Technik, die das Leben der Betroffenen wesentlich erleichtern kann, informiert. Betroffene erhalten auf begründeten Antrag von der Sozialbehörde des Bezirks, die einen runden Tisch für Selbsthilfegruppen in der Oberpfalz in Regensburg unterhält, Unterstützung und Zuschüsse, hieß es. In jedem Fall aber fühlten sich die Road-runner bei ihrem Ausflug nach Kastl bestens aufgehoben und versorgt, so dass man sich erst weit nach dem Abendessen aus dem Kastler Steinstadel verabschiedete.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.