In diesem Jahr nahm sich die Theatergruppe von „Kulturkastl“ den Schwank „Thomas auf der Himmelsleiter“ vor. Das Stück spielt im Jahr 1954 und stammt von Maximilian Vitus. Die Gruppe führte es einige Male im Kastler Forsthof auf. Daniela Schuller, die Vorsitzende von Kulturkastl, begrüßte das Publikum und stellte die Mitwirkenden vor.
Thomas (Andreas Volber), ein verschuldeter Schuhmachermeister in Kastl, lebt mit seiner Haushälterin Kuni (Birgit Geitner) und seinem Gesellen Wastl (Dominik Heider) im Haus des reichen Ochsenbauern (Robert Schwarzferber). Weil sich seine Mietschulden auf mehr als 300 Mark belaufen, droht ihm die Räumung. Gleichzeitig versuchen der Pfarrer und der Lehrer, den talentierten Verseschreiber Thomas zu ermutigen, seine Werke bei Münchner Verlagen und dem Rundfunk anzubieten.
Die Reise endet zunächst im Fiasko: Thomas bleibt erfolglos, wird am Bahnhof bestohlen und macht sich mittellos auf den Heimweg. Eine Münchner Dame (Janina Nold) nimmt ihn jedoch mit nach Kastl und verspricht, seine Manuskripte in München weiterzuvermitteln. Durch eine Zeitungsmeldung entsteht kurz darauf ein folgenschweres Missverständnis: Ein Mann, der Thomas’ gestohlene Ausweispapiere bei sich trug, kam bei einem Zugunglück ums Leben und wird für den Schuhmacher gehalten.
Um den Schulden und der drohenden Räumung zu entgehen, beschließen Thomas und Wastl, den Irrtum vorerst nicht aufzuklären. Thomas rasiert seinen Schnurrbart ab und gibt sich als eigener Bruder aus. Gleichzeitig taucht Regina (Daniela Görting) auf, die einstige Frau seines ehemaligen Meisters. Zwischen ihr und Thomas lebten schon früher Gefühle auf, die nun erneut entflammen. Schließlich offenbart Thomas ihr seine wahre Identität.
Die Rückkehr ins Leben gestaltet sich jedoch schwieriger als gedacht. Weder der Ochsenbauer noch der Bürgermeister glauben die Geschichte, und ein Irrenarzt wird eingeschaltet. In einer Reihe turbulenter Verwechslungen landet schließlich sogar der Ochsenbauer in der Zwangsjacke. Erst als ein Polizist den Irrtum um Thomas’ vermeintlichen Tod aufklärt, lösen sich die Knoten.
Das Happy End folgt prompt: Ein Verlag in München nimmt Thomas’ Geschichten an und honoriert sie mit 5000 Mark. Thomas erhält seine Existenz zurück, Regina findet ihr Glück mit ihm, der Ochsenbauer wird befreit, und gemeinsam feiern alle eine große Wiederauferstehungsfeier.
Unter der Regie von Daniela Schuller und Cliff Rüdinger Härlin zeigten die elf Darsteller eine tolle Vorstellung des richtigen Lebens in den 50er Jahren und wurden vom Publikum mit einem tollen Applaus verabschiedet.














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