TuS Kastl: Tausch beim Führungsduo

Bäumchen wechsel dich bei der Neuwahl des TuS Kastl: Der ehemalige Zweite Vorsitzende Norbert Bleisteiner steht nun an der Spitze. Der einstige Vorsitzende Gert Steuerl bekleidet nun das Amt des Stellvertreters.

Die neue Vereinsführungen des TuS Kastl – Vierter von links Norbert Bleisteiner – mit Bürgermeister Stefan Braun (rechts) und den langjährigen geehrten TuS-Mitgliedern.
von Autor JPProfil

Neuwahlen standen bei der Generalversammlung des TuS Kastl ins Haus. Nach dem erfolgten Tausch an der Spitze blieben die restlichen Vorstandsmitglieder dabei und ließen sich erneut wählen. Eine Verjüngung gibt es bei den Beisitzern. Franziska Bleisteiner und Daniel Riehl sind nun in der Vereinsführung mit vertreten.

Der scheidende Vorsitzende Gert Steuerl blickte auf die vergangenen Monate, aber auch auf seine 14-jährige Amtszeit zurück. So ist die erste Mannschaft des TuS Kastl während dieser Zeit drei Mal aufgestiegen und spielt nun im vierten Jahr in der Bezirksliga. Mit Zumba und Judo wurden zwei neue Abteilungen gegründet. Die 30-jährigen Jubiläen der Tischtennis- und der Tennisabteilung wurden gefeiert. Das 30 Jahre alte Sportheim wurde außen und innen in vielen Bereichen saniert.

Die verschiedenen Abteilungen beim größten Verein in der Gemeinde Kastl mit derzeit 684 Mitgliedern sind gut aufgestellt. Die Tennissparte spielt Schleiferlturniere und bietet regelmäßig für Kinder und Jugendliche einen Schnupperkurs in den Ferien an. Für Tischtennis sind vier Mannschaften angemeldet. Erfreulich ist hier, dass die erste Jugendmannschaft nach dem Aufstieg in die Bezirksliga sich den Klassenerhalt sichern konnte. In den vergangenen zehn Jahren waren Vertreter der Judo-Sparte immer wieder unter den Top 10 der Oberpfalz vertreten. Die Eltern-Kind-Gruppe und das Kinder- und Jugendturnen sind seit Jahren Dauerbrenner. Über 80 Kinder sind hier in verschiedenen Gruppen sportlich unterwegs. Mit Gymnastik und Zumba bietet der TuS vier Mal in der Woche Breitensport an.

Die erste Fußball-Mannschaft ist nach wie vor Aushängeschild des Vereins. Als Nachfolger von Simon Schwarzfischer wurde Andreas Wendl als neuer Trainer gewonnen. Zusammen mit den Co-Trainern Michael Hufnagel und Daniel Riehl bringt er die Mannschaft spielerisch nach vorne, er baut junge Spieler ein und schafft positive Stimmung in der Mannschaft und im Umfeld.

Andreas Wendl berichtete vom guten Saisonstart. Allerdings habe die Mannschaft zwei Gesichter gezeigt. Auf eigenem Rasen wurden durchwegs gute Leistungen erzielt, die leider auswärts nicht abrufbar waren. Die Mannschaft hatte extremes Pech mit vielen Verletzungen. Das Saisonziel ist ein einstelliger Tabellenplatz.

Die F-Jugend ist seit Herbst für den Spielbetrieb angemeldet. Mit den restlichen Jugendmannschaften ist der Verein nun Mitglied der JFG Amberg-Sulzbach West 08.

Deren Vorsitzender, Rudi Finster, stellte die Fördergemeinschaft vor. Nach seinen Worten wird durch den Zusammenschluss der Vereine Ammerthal, Ursensollen, Hohenburg und Kastl im Jugendbereich eine geregelte und leistungsorientierte Ausübung des Fußballsports in allen Altersstufen gewährleistet. Derzeit spielen 85 Kinder und Jugendliche. Für die JFG sind fünf Mannschaften gemeldet. Durch den Wechsel der Spielorte wird versucht, allen Vereinen gerecht zu werden.

Erfreulich ist laut dem Kassenbericht von Gisela Draxler, dass der Verein zum Jahresschluss einen Zuwachs verzeichnen konnte. In den letzten Jahren wurden rund 90 000 Euro in die Sanierung des Sportheims, der Heizung und die sanitären Anlagen investiert.

Laut neuem Vorsitzendem Bleisteiner ist beim TuS alles geblieben wie bisher - nur eben andersrum. Die bisherige Aufgabenteilung habe sich bewährt und soll deshalb weitgehend so beibehalten werden. Auch wenn nach seinen Worten in Zukunft ein Generationswechsel definitiv ansteht, werde dies nur langsam umzusetzen sein. Eine Verjüngung konnte mit den neuen Beiratsmitgliedern in Angriff genommen werden.

"Kastl ist überschaubar", stellte Bleisteiner im Ausblick fest. Wenn man das Vereinsleben weiter stabil halten will, muss es in Zukunft mehr Vernetzungen unter den Kastler Vereinen geben. Sein Appell richtete sich an Jung und Alt: "Der TuS ist euer Verein, es gibt nichts Besseres, wir brauchen euch. Der Verein bietet was, aber es müssen auch Aufgaben übernommen werden."

Bürgermeister Stefan Braun freute sich, dass der TuS mit der internen Rochade in der Vereinsführung eine gute Lösung für die nächste Zeit gefunden hat. Laut seinen Worten steht der TuS für Beständigkeit, denn: "700 Mitglieder kann man nicht so nebenbei leiten. Hier wird seriöse und gute Arbeit geleistet und anhand der getätigten Investitionen sieht man deutlich, was man mit toller ehrenamtlicher Arbeit leisten kann."

Die neue Vereinsführung und die Geehrten:

Vorsitzender Norbert Bleisteiner

Stellvertreter Gert Steuerl

Kassiererin Gisela Draxler

Stellvertreter Klaus Hiller

Schriftführerin Elisabeth Müller

Beisitzer Christian Hondl und Daniel Riehl (Fußball), Hans König (Tennis), Uwe Heidbüchel (Judo), Robert Heigl (Wirte), Daniel Fasoldt (Jugendfußball) und Herbert Schneeberger (Technischer Leiter), Franziska Bleisteiner, Annemarie Kremser, Norbert Beer und Reinhard Hufnagel

Kassenprüfer Rita Schwaiger und Herbert Kremser

Nach den Berichten der Abteilungen und den Neuwahlen wurden folgende langjährige Mitglieder geehrt:

n 50 Jahre: Bernhard Heigl, Franz Jarosch, Karl Meier, Wolfgang Weigl

n 40 Jahre: Marianne Angermeier, Albert Fromm, Elisabeth Fromm, Hubert Geitner, Regina Heider, Marianne Kemmling, Maria König, Hildegard Mayer, Christa Schmidt-Wittmann

n 30 Jahre: Martin Bleisteiner, Tobias Lang, Michael Luber

n 25 Jahre: Amelie Stößel, Eleonore Spotka (jp)

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