Ursensollen verzichtet zugunsten von Kastl auf weitere Windräder

Kastl im Landkreis Amberg-Sulzbach
19.09.2023 - 16:27 Uhr
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Ursensollen verzichtet auf den Bau weiterer Windkraftanlagen an der Gemeindegrenze zu Kastl: Ein entsprechendes Schreiben der Gemeinde war Thema der jüngsten Marktgemeinderatssitzung in Kastl.

Auch in Zukunft werden sich nur die beiden bestehenden Windräder- an der Gemeindegrenze zwischen Kastl und Ursensollen drehen.

Gegen die Erweiterung der Ursensollener Fläche für Windkraftanlagen hatte sich der Kastler Marktrat schon im Vorfeld dieser Planung ausgesprochen: Sonst würde das Wolfsfelder Hochtal im wahrsten Sinne des Wortes in jeder Himmelsrichtung mit Windrädern "eingemauert", war die Befürchtung in Kastl. Umso erleichterter nahm man dort, in der jüngsten Kastler Gemeinderatssitzung, ein Schreiben aus Ursensollen zur Kenntnis: Darin teilt die Gemeinde mit, dass sie zugunsten der Kastler Nachbarn – insbesondere der Wolfsfelder, Drahberger und auch der Ehringsfelder (Ursensollen) – auf eine weitere, bereits geplante Konzentrationszone für Windkraft verzichte. Dabei wäre es um mindestens drei Windräder entlang des Höhenrückens der Straße nach Augsberg gegangen.

Es bleibt bei zwei Rädern

Nun bleibt es in östlicher Richtung bei den bestehenden zwei Windrädern an der Augsberger Straße. Bürgermeister Stefan Braun dankte den Nachbarn in Ursensollen für das Verständnis und nannte die Entscheidung ein Bespiel für kommunale Zusammenarbeit und das gute, nachbarschaftliche Verhältnis zwischen Kastl und Ursensollen. Man sei grundsätzlich nicht gegen die Windkraft – Kastl habe ja selbst eine solche Anlage. Aber man sollte auch bei aller Windkraft-Euphorie auf die betroffenen Bewohner Rücksicht nehmen.

Kastl ist auch als Träger öffentlicher Belange gefragt, beim Nachbarn Lauterhofen. Dort geht es um den Bebauungsplan "Feuerwehrhaus Trautmannshofen", am Ortseingang von Trautmannshofen und bei Schmidmühlen, fürs Sondergebiet Bahnhofstraße, in dem sich ein Rewe-Markt ansiedeln will. Die Kastler Räte stimmten dem zu. Für die weitere Sanierung der Kastler Volksschule wurden folgende Baumaßnahmen in der vorangegangenen nichtöffentlichen Sitzung vergeben: Gerüstbauarbeiten 75.000 Euro, Zimmererarbeiten 260.000 Euro, Dachdeckerarbeiten 135.000 Euro, Spenglerarbeiten 40.000 Euro und Gebäudereinigung 25.000 Euro.

Bürgermeister zeigt Bilder der Schule

Anschließend ging's um den Stand der laufenden Bauarbeiten: Bürgermeister Stefan Braun zeigte dazu Bilder von den Arbeiten in der Volksschule. In der Schweppermannstraße in der Kastler Siedlung werden zudem die in die Jahre gekommene Wasserleitung sowie die Hausanschlüsse ausgetauscht und die Wärmeleitungen für das geplante zweite Heizwerk verlegt. Die betroffenen Grundstückseigentümer wurden in einer Info-Veranstaltung von dem Vorhaben der Gemeinde informiert, sagte Braun. Außerdem gab er bekannt, dass jetzt die Gemeindeverbindungsstraße Kastl–Utzenhofen nach dem Ausbau neu vermessen wurde und die notwendigen Grundstücksankäufe erledigt werden.

 
 

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