06.06.2018 - 16:26 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

35 Jahre Arbeit für den europäischen Gedanken

Eine zwölfköpfige Delegation aus Marktredwitz weilt vier Tage lang in La Mure, um mit den französischen Freunden das 35-jährige Bestehen der Städtefreundschaft zu feiern.

Auf der Freitreppe des Rathauses stellten sich die Bürgermeister und Stadträte der Partnerstädte sowie die Mitglieder der Partnerschaftskomitees und der Delegation aus Marktredwitz vor dem Festakt zum 35-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zum Erinnerungsbild.
von Externer BeitragProfil

Organisiert hatten den Aufenthalt, der auch ein abwechslungsreiches Besichtigungsprogramm bot, die Partnerschaftskomitees der beiden Städte.
Die Reisegruppe wurde angeführt von Oberbürgermeister Oliver Weigel, den Stadträten Kurt Rodehau und Thomas Meyer sowie Amtsleiter Lothar Friedmann. Nach der zwölfstündigen Anfahrt entspannte man sich bei einem Rundgang durch die Alpenstadt. Beeindruckend fanden die Besucher die zahllosen Verschönerungsmaßnahmen, die man in den vergangenen Jahren durchgeführt hat.
Ein touristisches Highlight bot am nächsten Tag die Besichtigung des Schlosses in Vizille, in dem das Museum der Französischen Revolution untergebracht ist. Abgerundet wurde die Erkundung durch einen Spaziergang im weitläufigen Schlosspark. Bei herrlichem Sommerwetter genoss man mittags die imposante Alpenlandschaft bei einem ausgiebigen Picknick am Lac de Laffrey, einem der idyllisch gelegenen Gletscherseen auf dem Plateau Matheysin.
Am folgenden Vormittag fand der Festakt zum Jubiläum im Rathaus, das ebenso wie die Hauptgeschäftsstraße mit deutschen und französischen Wimpeln sowie Europafahnen und einem riesigen Banner mit den Wappen der Städte und der Aufschrift „35 Jahre Städtepartnerschaft Marktredwitz – La Mure“ geschmückt waren, statt. Die Festgäste, unter ihnen der Schulleiter des Gymnasiums Marc-Henri Bouchet mit Ehefrau, wurden von Schülern auf dem Rathausplatz in Empfang genommen und tänzerisch die Freitreppe hinauf und danach in den Festsaal im ersten Stock geleitet. Beschwingt und gekonnt umrahmt wurde die Feier vom Posaunenquartett der Musikschule unter der Leitung von Véronique Bonnier. In ihren Reden würdigten die Vorsitzenden der beiden Partnerschaftskomitees, Uli Zahn und Elisabeth Goubet, die grundlegende und unschätzbare Bedeutung der Gastfreundschaft und die persönlichen Kontakte zwischen den Bürgern für das Gelingen der Beziehungen über Generationen hinweg, gerade bei einer Distanz von mehr als 1000 Kilometern. Bürgermeister Eric Bonnier und sein deutscher Amtskollege Weigel betonten in ihren Ansprachen, dass ein gemeinsames Europa keineswegs ein Selbstläufer sei und dass es einer kontinuierlichen Arbeit für den europäischen Gedanken bedurfte, um das Vertrauen aufzubauen, das die Basis für ein friedliches Miteinander sei. Weigel führte weiter aus: „Nationalistische Tendenzen, Abschottung, Grenzkontrollen, Misstrauen gegenüber den Institutionen der Europäischen Union, Brexit – all diese Schlagworte beschreiben die gegenwärtige Situation. Vor diesem Hintergrund sind die Städtepartnerschaften nach wie vor für sehr wichtig und notwendig.“ Zum Jubiläum überreichte das Marktredwitzer Stadtoberhaupt einen kleinen, kunstvoll bearbeiteten Redwiziten, der umgehend einen Ehrenplatz im Rathaus erhielt.
Nach einem regen Austausch von Geschenken und einem kleinen Umtrunk fuhr die Festgesellschaft zum Lac de Monteynard, wo eine Kreuzfahrt über den 22 Kilometer langen Stausee gebucht war. Im Verlauf der dreistündigen Tour und bei einem köstlichen Fünf-Gänge-Menu boten sich atemberaubende Ausblicke auf die schroffe Felsenlandschaft, die durchsetzt ist mit malerischen Bergdörfern sowie architektonischen und kunsthistorischen Sehenswürdigkeiten. Der letzte Tag klang aus mit einem gemeinsamen Abendessen. Bei Spezialitäten wurden neue Bande geknüpft, gemeinsame Pläne für die Zukunft geschmiedet und bestehende Freundschaften vertieft.
Einhellig lobten die Mitglieder der Delegation aus Marktredwitz die überaus herzliche Gastfreundschaft. Man hat sich geschworen, die Kontakte weiterhin zu pflegen und sich baldmöglichst wiederzusehen, sei es in La Mure oder in Marktredwitz.

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