20.06.2018 - 17:31 Uhr
MarktredwitzOberpfalz

Aiwanger bei Demo

Die Stromtrassengegner formieren sich vor der Kundgebung des bayerischen Ministerpräsidenten in Marktredwitz.

Rot-gelbe Kreuze als Zeichen des Protests: In Marktredwitz demonstrierten etwa mehr als 100 Menschen gegen den Ausbau der Stromnetze.
von Autor FPHProfil

(fph) Einen warmen Empfang hatten die Bürgerinitiativen gegen den Ausbau zweier Stromtrassen im Fichtelgebirge dem Ministerpräsidenten bereiten wollen. Allein, Markus Söder hatte keine Zeit gefunden, vor seiner Kundgebung die Petition abzuholen. Unter dem Motto "Nein zum Süd-Ost-Link und den Neubau des Ostbayernrings" hatten die Initiative "Seußen wehrt sich" und die BI Brand zur Demo aufgerufen. Hubert Galozy vom "Aktionsbündnis gegen den überdimensionierten Netzausbau" warnte davor, CSU-MdL Martin Schöffel Glauben zu schenken. Der hatte vorgeschlagen, die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung entlang den Autobahnen in die Erde zu bringen. "Das ist ein Hirngespinst, das nicht mal Netzbetreiber Tennet für möglich hält." Ihre Argumente trugen auch Herbert Barthel, Referent für Energie und Klimaschutz beim Bund Naturschutz, Harald Fischer, Kreisobmann des Bauernverbands, Oswald Greim, Landtagskandidat der Linken, Hans Martin Grötsch von den Freien Wählern und Udo Enderle von der Initiative "Seußen wehrt sich" vor.

Überraschend hatte Hubert Aiwanger, Chef der Freien Wähler, auf dem Markt die Demonstranten eingestimmt. Als "größenwahnsinnig, bürgerfeindlich und hirnrissig" geißelte er den Netzausbau. Und doch verbreitete er Hoffnung. Markus Söder sei immer bereit, ein Projekt in der Schublade möglichst weit hinten zu platzieren, wenn er merkt, dass es Wählerstimmen kostet. "Zeigen Sie ihm, dass der Ausbau wahlentscheidend ist", forderte Aiwanger.

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Kommentare

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Heinz Rahm

Den Aiwanger habe ich schon immer sehr geschätzt, auch als ich noch Mitglied in dieser unsäglichen CSU war. Ein guter Mann, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Mach weiter so, Hubert! A echter Bayer halt!

20.06.2018