Das seltene Jubiläum eines 100. Geburtstages konnte Alfred Weller aus Brand begehen. Der Anlass ist noch bemerkenswerter, wenn der Jubilar bei körperlicher und geistiger Gesundheit die Feier erleben kann. Das Museums-Café im Egerland-Kulturhaus in Marktredwitz nahm die zahlreichen Teilnehmer bei guter Stimmung auf. Der engste und weitere Familienkreis, Freunde und Bekannte und Weggefährten waren zur Gratulationscour gekommen. Der Jubilar begrüßte sie alle persönlich und ließ mit ihnen in einem kurzen Gespräch die vergangene Jahrzehnte vorüberziehen.
Alfred Weller lebt derzeitig im betreuten Wohnen im Siebenstern, stammt aber eigentlich aus dem Stadtteil Brand, wo er die meiste Zeit seines Lebens verbrachte. Dort ist er auch kein Unbekannter, nahm er doch am öffentlichen Leben aktiv und fördernd teil. Zeitlbebens übte er den Beruf eines Schreiners und Schreinermeisters aus.
Aushängeschild des TSV Brand
Den Gratulationsreigen eröffneten Landrat Peter Berek und Oberbürgermeister Oliver Weigel. Sie überbrachten die Glückwünsche des Landkreises und der Stadt. Sie lobten den Vorbildcharakter des Jubilars, der vor allem im Bereich Sport nicht nur Jüngeren, sondern auch Erwachsenen ein beispielhaftes Verhalten an den Tag legte. Alfred Weller zählt zu den Pionieren und Aushängeschild des TSV Brand.
Seine Freizeit und sein Hobby galt nicht nur der körperlichen Betätigung, sondern auch dem ehrenamtlichen Einsatz im Verein. 13 Jahre war er Vorsitzender des Vereins, in denen er die verschiedenen Sparten förderte und stärkte. 10 Jahre war er aktiv als Fußballer und Tischtennisspieler tätig. „In dieser Zeit", so Weller, "habe ich durch den Sport sehr vieles an Aufbau und Entwicklung erhalten, aber auch sehr vieles geben können. Das macht mich heute zufrieden“. Wie eng die Verbindungen geblieben sind, zeigt schon die Tatsache, dass zum Jubiläumstag die Vorstandschaft des TSV mit Jürgen Roth an der Spitze erschienen war. Und man hatte sich ein besonderes Geschenk ausgedacht. Die Turnabteilung des Vereins glänzte früher durch die „lebende“ Pyramide. Am Jubiläumstag von Alfred Weller erlebte diese Turnvorführung eine Neuauflage, was durch anhaltenden Applaus honoriert wurde.
Mit Blick auf die Zukunft gab sich das Jubilar bescheiden. „Ich bin zufrieden, wenn es so weiterläuft wie bisher, dass ich mir überwiegend selbst helfen kann. Natürlich läßt mich die Sportberichterstattung im Fernsehen nicht los, die Tageszeitung gehört zur täglichen Lektüre, auch wenn das Augenlicht manchmal Schwierigkeiten bereitet.“ Auf keinen Fall möchte er auf das tägliche Stamperl Schnaps verzichten.



















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