Marktredwitz
18.05.2021 - 13:33 Uhr

Anästhesie-Dokumentation im Klinikum Fichtelgebirge nun komplett papierlos

Eine weitere Etappe bei der Digitalisierung im Klinikum Fichtelgebirge ist erfolgreich abgeschlossen. Die Dokumentation aller Anästhesie-Schritte erfolgt an Tablet und PC.

Chefarzt Michael Paland an einem der neuen Anästhesie-Arbeitsplätze. Bild: Klinikum Fichtelgebirge/exb
Chefarzt Michael Paland an einem der neuen Anästhesie-Arbeitsplätze.

Anästhesisten führen in deutschen Kliniken pro Jahr rund zehn Millionen Narkosen durch. Eine der wichtigsten ärztlichen Aufgaben ist dabei die zeitgenaue und detaillierte Dokumentation aller anästhesiologischen Schritte, von der Patientenaufnahme über die OP bis hin zur postoperativen Betreuung, informiert das Klinikum Fichtelgebirge in einer Pressemitteilung.

Die teilweise minütliche Dokumentation von Vitalwerten, wie Blutdruck oder Sauerstoffgehalt im Blut, und aller verabreichten Medikamente bedeute für die Anästhesisten täglich einen hohen Zeitaufwand, der bei der Behandlung des Patienten verloren gehe.

"Diese gesetzlich auch verpflichtende Dokumentation dient jedoch auch zur Abrechnung der durchgeführten Maßnahmen und ist gleichzeitig Beleg für die ordnungsgemäße Behandlung in Streitfällen. Bis zu 30 Jahre ist sie aufzubewahren."

Am Klinikum Fichtelgebirge ist diese Dokumentation nun komplett papierlos. Das Projekt wurde während des zurückliegenden Jahres mit maßgeblicher Unterstützung der EDV-Abteilung weiterverfolgt und ist nun pandemiebedingt mit etwas Verzögerung abgeschlossen worden: „Tatsächlich haben wir bis vor kurzem noch viel mit Stift und Papier gearbeitet. Hier schließt sich nun der Kreis mit unserer Intensivstation. Diese arbeitet bereits länger schon papierlos“, wird Chefarzt Michael Paland in der Pressemitteilung zitiert. Die digitale Dokumentation auf der Intensivstation Marktredwitz wurde schon im Januar 2015 in Betrieb genommen. Bei der Einführung der digitalen Dokumentation sowohl in der Anästhesie als auch in der Intensivmedizin gehört das Klinikum Fichtelgebirge sicherlich regional zu den Vorreitern dieser technischen Weiterentwicklung, so das Klinikum in der Pressemitteilung.

„Mit dem Start des Systems erhöhte sich die Patientensicherheit nochmals und wir gewinnen Zeit, die letztlich unseren Patienten zugute kommt.“

Chefarzt Michael Paland

Die Vorteile der Dokumentation an Tablet und PC lägen auf der Hand. „Die Daten sind stets leserlich, unverwechselbar und an jedem Arbeitsplatz jederzeit verfügbar. Mit dem Start des Systems erhöhte sich die Patientensicherheit nochmals und wir gewinnen Zeit, die letztlich unseren Patienten zugute kommt“ beschreibt Michael Paland den Gewinn an Sicherheit. „Unser letztes Papier ist nun nur noch die Einwilligungserklärung, die nach einem Patientenaufklärungsgespräch unterschrieben werden muss.“

Am Klinikum Fichtelgebirge sind nun alle festen OP-Arbeitsplätze, mobile Anästhesie-Arbeitsplätze sowie die Intensivstation in Marktredwitz mit dem neuen System ausgestattet. Die Ausstattung der intensivmedizinischen Arbeitsplätze in Selb ist in Vorbereitung, so das Klinikum.

Marktredwitz12.05.2021
 
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